Blog-Beiträge aus dem Oktober 2014

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um 10:46:06

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Aufmerksamkeiten an Mitarbeiter: ab 2015 neue Betragsgrenzen

Im Bundesrat wurden die Lohnsteueränderungsrichtlinien für das Jahr 2015 (LStÄR 2015) durchgewunken. Darin enthalten ist eine Anhebung der  Grenzbeträge für die Lohnsteuerpflicht von Aufmerksamkeiten, Arbeitsessen und Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen.

Änderungen bei Aufmerksamkeiten und Arbeitsessen

Bisher (also bis Ende 2014) waren Sachzuwendungen und Aufmerksamkeiten an Mitarbeiter  mit einem Wert von bis zu 40 EUR nicht Lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.  Ab 1.1.2015 wird diese Freigrenze auf 60 EUR erhöht (R 19.6 Abs. 1 LStÄR 2015 „Aufmerksamkeiten“). Wichtig dabei: hier wird stets der Bruttobetrag, also inklusive Mehrwertsteuer zugrunde gelegt.

Unter diesen Sachzuwendungen sind alle nicht-monetären Zuwendungen zu verstehen, die ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter (oder einem Angehörigen des Mitarbeiters)anlässlich  eines persönlichen Ereignisses (z. B. Geburtstag, Hochzeit, Geburt eines Kindes) zukommen lässt.

Auch bei Betriebsveranstaltungen, also von der Firma organisierten Feierlichkeiten anlässlich von

  • Betriebsjubiläen
  • Neueinstellung oder Ausscheiden eines Mitarbeiters
  • Firmenjubiläum
  • Weihnachtsfeiern o.ä.

Wird zum Jahresbeginn 2015 die Freigrenze für die Lohnsteuerpflicht  für Sachzuwendungen angehoben. Galten hier bisher (bis Ende 2014) 110,- Euro (brutto) als Obergrenze, werden ab 2015 maximal 150,- Euro pro Mitarbeiter (inklusive eventuell mit eingeladener Familienmitglieder) steuerfrei akzeptiert.

Der Arbeitgeber kann hier, z.B. für gesonderte Ehrungen einzelner Mitarbeiter im Rahmen der Betriebsveranstaltung, sogar noch etwas drauflegen:
Werden im Rahmen der Veranstaltung einzelne Mitarbeiter gesondert beschenkt, können diese Zuwendungen ebenfalls bis zu einer Grenze von 60 Euro brutto (bisher 40 Euro) steuerfrei verschenkt werden. (R 19.5 Abs. 6 LStÄR 2015 „Zuwendungen im Rahmen von Betriebsveranstaltungen“).

Keine Freigrenzen für Geldzuwendungen

Bei all dem müssen Arbeitgeber beachten, dass die hier genannten Grenzen nur für Sachzuwendungen gelten, nicht aber für Geldbeträge. Ein Dankeschön für lange Betriebszugehörigkeit in Höhe von 50 Euro oder ein Geldgeschenk zur Geburt eines Kindes gelten als Arbeitslohn und sind vom Mitarbeiter voll zu versteuern.

Steuerfreiheit nur für den Arbeitnehmer

Die hier genannten Regelungen beziehen sich lediglich auf die Lohnsteuerpflicht des Arbeitnehmers. Sachzuwendungen können also dazu genutzt werden, einem Mitarbeiter ein steuerfreies Zückerchen zukommen zu lassen, von dem unter dem Strich mehr übrig bleibt, als von einer ähnlich hohen Einmalzahlung, an der der Fiskus mit verdient.

Über die steuerliche Behandlung der Kosten für die Sachzuwendungen , die der Arbeitgeber zu tragen hat, ist in den Lohnsteuer-Richtlinien nichts enthalten. Für die Zulässigkeit des Abzugs als Betriebsausgaben beim Arbeitgeber gelten gesonderte Regelungen.

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um 12:06:14

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Neuzugänge im Kontierungslexikon: Anlagegüter, Abschreibungen und geringwertige Wirtschaftsgüter

Unser Kontierungslexikon ist weiter gewachsen. Wir haben drei neue Kapitel hinzugefügt:

Hier finden Sie alles Wichtige zur Frage, wann ein Gegenstand als Geringwertiges Wirtschaftsgut oder als Anlagegut zu behandeln ist, und wie die Anschaffungskosten und die Abnutzung der Gegenstände abzuschreiben sind.

Wie immer mit Anleitungen, Beispielen und den Konten zur Verbuchung von Anschaffung sowie Abschreibungen.

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um 11:31:30

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Allgemeines

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Vereinfachen Sie Ihre Buchführung mit getrennten Bankkonten und Kreditkarten

Manche Tipps klingen so klein und unbedeutend, dass man sie gerne ignoriert. Auch dieser Tipp klingt zunächst mal so, als wenn er nur Kosten und Mehraufwand beim Start in die Selbständigkeit bedeutet. Aber ich werde Ihnen gleich erklären, warum das ganz und gar nicht so ist:

Führen Sie getrennte Girokonten für Ihre geschäftlichen und privaten Zahlungen

Ja, ein Geschäftskonto kostet in der Regel Gebühren, während es heutzutage bei vielen Banken kostenlose Privatgirokonten gibt. Und Banken sind teilweise noch nicht einmal schüchtern mit ihren Gebühren für Geschäftskonten.

Dennoch spricht einiges dafür, die geschäftlichen Zahlungsein- und Ausgänge auf einem separaten Konto zu führen:

  1. Außenwirkung
    Für Ihre Kunden und Geschäftspartner ist bei einigen Banken anhand der Kontonummer evtl. sichtbar, dass es sich um ein Privatkonto handelt. Sehr groß und seriös erscheint Ihr Unternehmen dadurch nicht.
  2. Schutz Ihrer Privatsphäre
    Geschäftlich veranlasste Umsätze sind Teil Ihrer Buchführungsunterlagen. Also gehören Kontoauszüge als Belege in Ihren Buchführungsordner. Geht es Ihren Finanzbeamten etwas an, dass Sie Ihre Couch auf Raten bezahlt haben und jeden Monat 79 Euro dafür von Ihrem Konto abgebucht werden? Oder muss er wissen, wo Sie so privat mit der Kreditkarte bezahlen?
  3. Überblick über Ihre Liquidität
    Wenn Sie stets darauf achten, dass nur Geld von Ihrem Geschäftskonto auf das Privatkonto gelangt, das auch wirklich nicht mehr für Steuerzahlungen oder Lieferantenrechnungen benötigt wird, haben Sie sehr einfach erreicht, dass Sie sowohl ihre private als auch die geschäftliche Liquidität sofort im Blick haben. Ein Kontostand von 10.000 Euro kann sich üppig anfühlen, aber eben nur, wenn sicher ist, dass es nicht noch 9.500 Euro an Verbindlichkeiten davon zu bezahlen gilt, oder knapp 40 % davon noch in die Einkommensteuer fliessen werden.
  4. Vereinfachte Buchführung
    Stimmt Ihre Buchhaltung? Ein guter Indikator ist stets die Frage, ob der Kontostand Ihres Bankkontos mit dem Stand des dazu gehörigen Kontos in Ihrer Buchhaltung übereinstimmt, und dass jeder Bankumsatz auch seine Entsprechung in der Buchführung findet. Bei einem gemischten Konto müssen Sie jede einzelne Zahlung auf dem Kontoauszug prüfen, ob sie nun privat ist oder in die Buchhaltung gehört. Auf einem reinen Geschäftskonto ist die Sache sehr einfach: Ausnahmslos jede Buchung auf dem Bankauszug muss sich auch in Ihrer Buchführung wiederfinden.
  5. Lastschriften nur für Geschäftskonten
    Wenn Sie Ihren Kunden die Zahlungsweise Lastschrift anbieten möchten, ist ein Geschäftskonto Pflicht.
    Banken räumen Privatkunden normaler Weise nicht die Möglichkeit ein, Lastschriften von anderen Konten einzuziehen. Dies ist nur mit Geschäftskonten möglich, und selbst dazu muss eine gesonderte Vereinbarung mit Ihrer Bank getroffen werden (Eine Lastschrift ist immer auch ein möglicher Kredit an Sie, denn Ihr Kunde kann ja nach der Abbuchung einer Lastschrift widersprechen, während Sie bereits das Geld ausgegeben haben…)
  6. Behandlung von Zinsen
    Zur Zeit gibt es ja keine Guthaben-Zinsen auf den meisten Girokonten. Wenn es aber mit den Zinsen wieder bergauf geht, kann sich das auch wieder ändern. Zinsen, die auf geschäftliche Guthaben bezahlt werden, sind Einnahmen, die als positive Umsätze in Ihrer Buchführung geführt werden müssen. Dafür gibt es aber keine Zinsabschlagsteuer auf Geschäftskonten. Nun kann es sehr kompliziert werden, die geschäftlichen von den privaten Zinsen zu trennen und das ganze auch noch nachvollziehbar mit dem Finanzamt abzuhandeln.
  7. Kontoführungsgebühren und Sollzinsen  sind Betriebsausgaben
    Mindestens genau so kompliziert ist es bei Überziehungszinsen. Wenn Ihr Girokonto überzogen ist, welcher Anteil der Überziehung ist gewerblich veranlasst? Wie hoch ist der Privatanteil? Wenn Sie nicht ein besonders guter Zinsrechner sind, wird Ihnen diese Antwort meist sehr schwer fallen.
    Die Sache mit den Gebühren für ein Girokonto relativiert sich, wenn man bedenkt, dass Kontoführung und Sollzinsen als Betriebsausgaben den Gewinn des Unternehmens schmälern. Sie können also die Kontoführungsgebühren voll von Ihren Betriebseinnahmen abziehen und mindern so natürlich auch die Steuer. Aber eben nur, wenn die gewerbliche Veranlassung nachvollziehbar ist.Tipp: Wie Sie Kontoführungskosten sowie Zinserträge oder -aufwendungen in der Buchführung behandeln, finden Sie auch in unserem Kontierungslexikon auf der Seite „Buchungen beim Zahlungsverkehr

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um 02:22:18

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Neues Video zur Abgabe einer Umsatzsteuer-Voranmeldung per Elster Online

Wir haben heute ein neues Video in die Mediathek aufgenommen. In diesem zeigen wir Ihnen, wie einfach Sie mit Kontolino! eine Umsatzsteuer-Voranmeldung erstellen und online ans Finanzamt senden:

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um 09:31:30

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Neue Kontolino!-Version vom 8.10.2014: formlose Gewinnermittlung und Anlagenbuchhaltung

Es ist wieder so weit: letzte Nacht hat Kontolino eine Auffrischungskur erhalten. Neben ein paar Fehlerkorrekturen haben wir ein folgende neue Funktionen eingebaut:

Formlose Gewinnermittlung für Kleinunternehmer

Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 17.500 € im Jahr unterliegen nicht der Pflicht zur Anfertigung einer kompletten Bilanz und müssen auch nicht die Anlage EÜR zur Einkommensteuererklärung einreichen. Stattdessen sieht der Gesetzgeber eine einfache, so genannte formlose Gewinnermittlung vor, in der der Unternehmer einfach seine Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben angibt sowie die Differenz (also den Gewinn) ausweist.

Kontolino! kann ab sofort eine solche formlose Gewinnermittlung erstellen und Ausdrucken, sodass Sie diese Aufstellung Ihrer Anlage G oder Anlage S beilegen können. Die Gewinnermittlung erstellen Sie im Menü unter „Jahresabschluss“.

formlose gewinnermittlung

Mehr zum Thema Kleinunternehmerregelung finden Sie auch in unserer Dokumentation. Dort können Sie sich auch informieren, ob diese Regelung für Ihre Firma sinnvoll ist und wie man sie in Anspruch nehmen kann, bzw. darauf verzichtet.

Ausserdem finden Sie dort auch eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Unterlagen zum Nachweis der Jahreseinkünfte aus Ihrem Unternehmen für die Einkommensteuer. Kontolino! unterstützt aktuell die Anlage EÜR, eine formatierte Bilanz sowie die formlose Gewinnermittlung.  Das Thema E-Bilanz ist für unsere Nutzer zumeist kein Thema, steht aber auf der Agenda für künftige Erweiterungen von Kontolino!.

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg beim Selberbuchen und wie immer gilt: Wenn Sie einen Fehler oder Verbesserungswunsch haben, lassen Sie es uns wissen.

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um 11:03:50

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Das Kontolino! Kontierungslexikon ist weiter gewachsen

KontolierungslexikonWir erweitern unser Kontierungslexikon laufend. In diesem Kontierungslexikon können Sie sich über alle möglichen Geschäftsvorfälle informieren und finden dort die korrekten Konten für deren Verbuchung. Natürlich wird ein solches Lexikon nie wirklich fertig, vor allem auch nicht, weil der Gesetzgeber immer wieder mal neue Spezialitäten für den einen oder anderen Bereich einführt.

Wenn Sie also einmal nicht recht wissen, wie Sie einen bestimmten Vorgang in Ihrem Kontenplan verbuchen müssen, sollten Sie unbedingt einen Blick in unser Kontierungslexikon werfen. Bis jetzt sind folgende Themen zu finden:

Wir freuen uns sehr über Feedback zu den vorhandenen Artikeln und natürlich auch über Anregungen dazu, welche Themen noch aufgenommen werden sollten, oder was an unserer Dokumentation noch verbessert werden kann.

Wir wünschen weiterhin viel Spaß beim Selberbuchen!