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Warum Sie DATEV-Buchungsstapel besser nicht mit Excel & Co. bearbeiten sollten

Seit ein paar Monaten kann Kontolino! auch DATEV-Buchungsstapel einlesen. Dieses Feature wird super gut angenommen, schliesslich kann man so ein in einem anderen Buchhaltungsprogramm begonnenes Buchungsjahr mal eben nach Kontolino! übernehmen und vergleichen. Oder man kann Buchungen von einem Faktura-, Reisekosten-, Projektverwaltungsprogramm oder Onlineshop übernehmen.

Der Import is ein super praktisches Feature, das schier endlose Möglichkeiten eröffnet. Im Grunde ist das Buchungsstapel-Format der DATEV auch recht einfach aufgebaut und hat sich deswegen zu einem Quasi-Standard für den Austausch von Buchungen zwischen Programmen etabliert. Als einfache Textdatei, die fast ein bischen wie eine CSV-Datei (CSV= Comma-separated values, also eine einfache Textdatei, in der Werte durch Kommata, Semikola oder Tabulatoren voneinender getrennt sind) aussieht, lädt das Format auch wirklich dazu ein, einfach mal rein zu schauen…

Bitte nur Gucken!

Leider gibt es aber immer wieder mal Probleme mit den Dateien, die nicht eingelesen werden können, weil irgendwas an dem Format nicht stimmt. Und oft gibt es dafür eine ganz einfache Erklärung: der Nutzer hat die DATEV-Datei mal eben in einem Tabellenkalkulationsprogramm bearbeitet. Und das geht in den meisten Fällen gründlich daneben.

Das Problem ist hier, dass Tabellenkalkulationsprogramme wie Excel, LibreOffice Calc oder Numbers versuchen, den Benutzer mit intelligenten Funktionen zu ünterstützen. Eigentlich eine tolle Sache. Aber leider eben manchmal auch ein Fluch. Beispiele gefällig?

Das Belegdatum ist nur der Anfang

In der DATEV-Datei ist das Belegdatum als vierstellige Zahl dargestellt. Die ersten beiden Ziffern stehen dabei für den Tag und die letzten beiden für den Monat. Das Jahr ist in der Datei nicht enthalten, es steckt in den Kopfdaten. So ist also der 19. April im DATEV-Buchungsstapel als ‚1904‘ abgelegt. Das wieder einzulesen, ist super simpel: die ersten zwei Ziffern sind der Tag, die letzten zwei der Monat. Der 2. Mai ist dann eben ‚0205‘.

Und genau hier beginnt das Elend: Excel und Co. schlagen beim Einlesen dieser Daten fatal in den Quark. Wenn man CSV-Dateien mit einer Tabellenkalkulation einliest, versucht diese nämlich, aus dem Text heraus zu orakeln, um was für einen Datentyp es sich hier handeln könnte. Steht in der Zelle also ‚0205‘, sind da nur Ziffern. der Fall ist klar: das muss eine Zahl sein. Und Bumms: die Zahl 0205 mit führenden Nullen ist eine etwas komisch dargestellte 205.

Wenn man nun also die Datei wieder speichert, schreibt das Programm die Zahl 205 in die Datei. Wo vorher ‚0205‘ stand, steht nach dem Speichern ‚205‘. Wenn nun ein Programm versucht, daraus wieder ein Datum zu machen, geht es her und liest die ersten beiden Ziffern und interpietiert  sie als Tagesdatum. In unserem Fall also 20. Dann bleibt nur noch ein Zeichen übrig. Hier kann sich das Programm nun entscheiden, ob es einen Fehler ausgibt und den Import abbricht, oder etwas fataleres zu tun.

Natürlich kann man als importierendes Programm ebenfalls intelligent sein und erstmal schauen, ob hier 3 oder 4 Ziffern stehen. Stehen nur 3 in der Spalte, ist natürlich nur die erste Ziffer der Tag, und die anderen beiden der Monat.

Wo der Spaß dann aber wirklich aufhört

Es gibt aber noch ein viel fataleres Problem: Genau das selbe passiert bei Kontonummern. In fast allen Kontenrahmen gibt es Konten, deren Nummer mit einer führenden Null beginnt. Im SKR 04 sind das zum Beispiel alle Anlagevermögenskonten, also etwa „0420 Technische Anlagen“.

Hier passiert in Excel & Co. exakt das selbe: die Programme lesen ‚0420‘ ein und speichern dann ‚420‘.

Was kann ein importierendes Programm nun tun? Klar, Die DATEV-Kontenrahmen kennen eigentlich keine 3-stelligen Kontonummern (der IKR dagegen schon, z.B. 087). Aber wo fehlt denn nun bei ‚420‘ etwas? Vorne oder hinten? Vermutlich fehlt vorne etwas, aber vielleicht gab es in dem Kontenplan des exportierenden Programms auch ein Konto, das 420 hieß (es könnte ja ein Programm gewesen sein, das 3-stellige Kontonummern durchaus akzeptiert). Ist also nun das Konto ‚0420 Technische Anlagen‘ gemeint oder ein Konto aus der Kontenklasse 4 (Ertragskonten)? Oder was ganz anderes?

Das importierende Programm kann also nur entweder feststellen, dass es kein Konto 420 gibt, oder aber anfangen, zu raten, was mit 420 gemeint sein könnte. Die Chance, dass es hier daneben liegen wird, ist groß.

Noch viel lustiger wird es, wenn es im importierenden Programm ein Konto 420 gibt. Die Chancen, dass hier etwas völlig falsch läuft, ist nahezu 100%. Das Fatale dabei ist, dass der Satz völlig problemlos eingelesen und verbucht wird. Nur eben auf einem vermutlich komplett falschen Konto! Aus einem Zu- oder Abgang von Anlagevermögen wird so ein Umsatzerlös.

Nicht anfassen. So einfach ist das

Die Moral von der Geschicht‘: bitte bearbeiten Sie niemals eine DATEV-Buchungsstapel-Datei mit einem Tabellenkalkulationsprogramm. Sie können gerne in eine solche Datei hinein schauen, aber niemals dürfen Sie diese abspeichern und diese veränderte Datei in ein Buchhaltungsprogramm einlesen. Wenn Sie Glück haben, gibt es beim Import Fehlermeldungen. Wenn Sie aber Pech haben, läuft der Import einfach durch und verbucht völligen Mist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlage EÜR 2018 in Kontolino! verfügbar

Dieses Jahr hat es die Finanzverwaltung ja ein wenig spannender gemacht als üblich. Die aktuelle Version der Anlage EÜR für 2018 wurde anstatt im November 2018 erst Ende Februar 2019 freigegeben und mit der neuesten ERiC-Version ausgeliefert.

Letztlich sind aber „nur“ 2 neue Felder wegen des neuen Investmentsteuer-Gesetzes in der Anlage EÜR dazu gekommen, ansonsten ist das Formular gleich geblieben. Wir befüllen diese beiden Felder vorerst nicht, sodass es mit der Integration des Formulars in Kontolino! sehr fix ging.

Ab sofort können Sie nun also Ihre EÜR für 2018 in Kontolino! zusammenstellen und online per Elster-Schnittstelle an das Finanzamt versenden. Bittesehr.

Mit der neuen DATEV-Importschnittstelle noch mehr erledigen

Kontolino! hat jetzt eine Importschnittstelle für DATEV-Buchungsstapel

Das Jahr 2018 neigt sich so langsam dem Ende zu. Die Supermärkte sind voll mit Lebkuchen, Stollen und dem ersten Dekorationstand, die Bäckerei um die Ecke hängt das Zeugs auch schon auf und die Wunschzettel füllen sich auch schon langsam.

Apropos Wünsche: Wie Ihr alle wisst, lieben wir die Wünsche unserer Nutzer. Sie zeigen uns, was wirklich wichtig für die Buchhaltung unserer Nutzer ist, wie das Leben mit Kontolino! noch ein bisschen leichter werden könnte, und vielleicht auch, was noch so richtig schmerzhaft fehlt in unserem Programm.

Eine Importschnittstelle für Buchungssätze aus dem bisherigen Buchhaltungsprogramm stand da bei vielen Neueinsteigern und Testnutzern ganz oben auf der Liste. Wäre es nicht schön, einfach die Buchungen der letzten Monate nach Kontolino! zu importieren und einfach weiter zu arbeiten? Was lag da näher, als schon ein wenig vorzeitig (was die Supermärkte können, können wir schon lange!) die Nikolausmütze aus dem Schrank zu kramen und unseren Nutzern ein erstes Saisongeschenk zu machen?

Der Goldstandard in Sachen Buchungsexport und -import ist das Textbasierte CSV-Format der DATEV, das so ziemlich jedes Buchhaltungsprogramm spricht, das am deutschen Markt ernst genommen werden möchte. Und auch Kontolino! exportiert ja schon seit einiger Zeit Buchungsstapel im DATEV-Format.

Neu ist bei uns also ab sofort der Import von DATEV-Buchungsstapeln. Diese Importschnittstelle ist für alle Kontolino!-Nutzer verfügbar und arbeitet in mehreren Schritten, um sicherzustellen, dass wir auch wirklich alles richtig machen. (etwas genauer beschrieben ist das ganze in unserem Handbuch).

Das beste aber kommt ja noch: die DATEV-Importschnittstelle eröffnet unseren Nutzern eine fast unerschöpfliche Vielfalt an Möglichkeiten für die Verbesserung ihrer Geschäftsprozesse. So beherrschen nicht nur Buchhaltungsprogramme dieses Format, sondern auch viele andere Werkzeuge, die relevante Daten für die Buchhaltung erzeugen. Mit dieser scheinbar so kleinen Erweiterung öffnen wir Kontolino! jetzt eben auch für das Einlesen von Buchungen aus einer schier endlosen Zahl von Vorsystemen wie zum Beispiel:

 

Neu: Billbee-Ausgangsrechnungen in Kontolino! importieren und verbuchen

Kontolino! kann jetzt Ausgangsrechnungen aus Billbee importieren und verbuchen

Unsere Anwender sind großartig: sie liefern uns immer wieder Ideen, was wir tun können, um ihnen die Arbeit mit Kontolino! zu vereinfachen. Eine wirklich tolle Idee war es, Kontolino! an Billbee anzubinden, die führende Plattform für den kompletten Verkaufsprozess auf online-Marktplätzen und Shops.

Und so haben wir unsere Köpfe mit den Kollegen bei billbee.io zusammen gesteckt und eine online-Schnittstelle geschaffen, um Ausgangsrechnungen nach Kontolino! zu importieren und dort zu verbuchen. Nach einer (wie immer sehr spannenden) Beta-Testphase, in der wir die (hoffentlich) letzten Fehler aus der Schnittstelle entfernt haben, stellen wir heute dieses Feature für alle Nutzer bereit. Kontolino-Nutzer können ab sofort folgende Funtkionen nutzen:

  • Hinterlegen Ihres Billbee-API-Keys
  • Importieren von Rechnungen aus Billbee
    • Online per API-Aufrufe
    • Inklusive der PDF-Dateien der Rechnungen
  • Verbuchen der Forderungen und Zahlungen zu Ausgangsrechnungen
    • Verknüpfung der PDF-Rechnung mit dem Buchungssatz und GoBD-konforme Archivierung der Rechnung
    • Integriert in den Assistenten zur Verbuchung von Bankauszügen (Kontolino! sucht nach passenden offenen Rechnungen zu einem Geldeingang auf dem Bank-/Paypal-Konto) und schlägt den passenden Buchungssatz (bzw. Buchungssätze) vor.
    • Volle Integration mit unserem Buchungsassistenten

Was bietet Billbee?

Billbee ist eine vollständige Plattform für die Abwicklung aller Tätigkeiten rund um den Verkauf von Artikeln auf Kanälen wie

  • Online-Shop-Systemen wie Magento, Jimdo, Shopify, VersaCommerce, WooCommerce und vielen mehr
  • Marktplätzen wie Amazon, DaWanda, gebraucht.de, eBay, idealo und vielen mehr

Dabei deckt Billbee den gesamten Verkaufsprozess ab, unter anderem

  • Pflege des Artikelstamms und der Warenbestände
  • Anlegen oder Import von Bestellungen aus o.g. Shops/Marktplätzen
  • Versenden von Artikeln, Versand von Tracking-Links etc.
  • Papierkram wie Lieferscheine, Angebote, Mahnungen und Rechnungen
  • Verfolgung von Zahlungen, Mahnwesen
  • und viele weitere Kleinigkeiten

Was bietet Kontolino! ?

Kontolino! ist die perfekte Ergänzung zu Billbee. Als komplettes Buchhaltungsprogramm – in erster Linie für Einzelunternehmer und Personengesellschaften geeignet – führen wir mit unseren umfangreichen Buchungshilfen und Auswertungen unsere Anwender durch die Untiefen der Buchhaltung. Die wichtigsten Buchungshilfen in Kontolino! sind:

Das Buchen ist aber noch lange nicht alles. Wir bereiten die Ergebnisse Ihrer Buchhaltung auch für das Finanzamt direkt auf. Dabei belassen wir es nicht bei einer einfachen Auswertung, sondern bieten Ihnen mit der direkten Elster-Schnittstelle den direkten Versand von z.B. der Umsatzsteuer-Voranmeldung, der zusammenfassenden Meldung sowie der Anlage EÜR direkt Online per Elster-Schnittstelle. Unser GoBD-konformes Belegarchiv für elektronische Belege oder abgescannte Rechnungen ergänzt das System zu einer rundum-Lösung für Selbständige.

Was bringt das Zusammenspiel?

Mit der Kombination aus Billbee und Kontolino! haben Online-Händler das beste aus 2 Welten: den kompletten Workflow zur Abwicklung von Verkäufen auf mehreren Kanälen und – eng integriert – die Verbuchung von Forderungen und Geldeingängen mitsamt GoBD-konformem Belegarchiv für Ihre Ausgangsrechnungen. So können Sie den kompletten Verwaltungskram Ihrer Online-Geschäfte von der Lagerverwaltung, Logistik und Faktura bis hin zur Buchhaltung und den Steuererklärungen komfortabel und bequem abwickeln.

Wenn Sie noch kein Billbee-Kunde sind, sollten Sie sich mal auf billbee.io umsehen. Wer noch kein Kontolino!-Konto hat und uns gerne 2 Monate lang ganz unverbindlich ausprobieren möchte, sollte sich einfach mal einen Testzugang bei uns besorgen.

Mehr Informationen zu unserer Billbee-Schnittstelle

Unsere Rechnungsimport-Schnittstelle ist in unserem Online-Handbuch ausführlich dokumentiert. Gerne können Sie sich einen Einblick verschaffen auf den folgenden Seiten:

Wie kann ich das Dreamteam aus Billbee und Kontolino! nutzen?

Die Billbee-Schnittstelle können Sie jederzeit im Rahmen unseres 2-monatigen Gratis-Tests ausprobieren. Wenn Sie sich zum Kauf des Pakets Kontolino! Classic für 12 Monate entscheiden, ist die Billbee-Schnittstelle im Paket enthalten. Wer bereits das Classic-Paket im Einsatz hat, kann diese Funktionalität ab sofort ohne weitere Zusatzkosten nutzen. Für Kunden, die bisher ein kleineres Paket nutzen, steht jederzeit ein Update auf Kontolino! Classic zur Verfügung.

Neue Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen für Auslandsreisen ab 01.01.2018

Blick auf Big Ben in London

Mit BMF-Schreiben vom 8. November 2017 gibt das Bundesfinanzministerium die neuen Pauschalen für betrieblich bedingte Auslandsreisen bekannt, wie sie ab dem 1.1.2018 gelten.

Darin finden sich die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen, die sich ein Unternehmer bzw. Selbstständiger für die Kosten einer Dienstreise ins Ausland als Betriebsausgaben abziehen kann, um Mehrkosten durch die Verpflegung im Ausland zu ersetzen. Auch für Übernachtungskosten in den entsprechenden Ländern kann ein Unternehmer/Selbstständiger entweder die tatsächlichen Übernachtungskosten – nachgewiesen durch die Hotelrechnung oder einen ähnlichen Nachweis von entstandenen Kosten – oder eben eine Pauschale pro Übernachtung in diesem Land als Betriebsausgaben ansetzen und so die Kosten einer Auslandsreise im Dienste des Unternehmenszwecks vom Gewinn (und damit der steuerpflichtigen Einkünfte) abziehen.

Dei selben Pauschalen kann ein Unternehmer auch seinen Mitarbeitern steuerfrei erstatten, wenn diese betrieblich bedingt im Ausland tätig sind.

Diese Liste wird jedes Jahr neu veröffentlicht und wie immer sind für ein paar Länder neue Werte darin zu finden (z.B. Kuba).

Zu finden ist die neue Liste wie immer auch auf den Servern des Bundesfinanzministeriums.

Mit dem Buchungsassistenten von Kontolino! ist die Verbuchung von Reisekosten und Verpflegungsmehraufwendungen übrigens kinderleicht.

Autor:
um 08:50:06

Kategorien:
BuchhaltungSteuer

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Die Länder haben 2016 rund 1,72 Mrd. Euro durch Umsatzsteuer-Sonderprüfungen eingetrieben

Vom Chefsessel in den Knast

Wie das Bundesfinanzministerium am 26.04.2017 mitteilt (leider ist der hier bisher verlinkte Artikel beim BMF nicht mehr online, früher konnten Sie hier direkt zum Dokument springen), wurden im Rahmen von Umsatzsteuer-Sonderprüfungen bei deutschen Unternehmen insgesamt Forderungen in Höhe von rund 1,72 Milliarden Euro zusammen getragen. Interessant dabei:

Die Ergebnisse aus der Teilnahme von Umsatzsteuer-Sonderprüfern an allgemeinen Betriebsprüfungen oder an den Prüfungen der Steuerfahndung sind in diesem Mehrergebnis nicht enthalten.

Daß sich diese Prüfungen für den Fiskus lohnen, wird nicht nur an der absoluten Summe von 1,7 Mrd. Euro klar. Bei insgesamt 85.681 druchgeführten Prüfungen macht das im Schnitt stark 20.000 Euro pro geprüftem Unternehmen.

Was ist eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung und wer muß damit rechnen?

Eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung kann jedem Unternehmer ins Haus flattern. Eine solche Sonderprüfung ist im Grunde eine Art der kurzfristigen Betriebsprüfung, bei der nur das Thema Umsatzsteuer im Fokus steht. Ihr Finanzamt kann eine solche Prüfung immer dann ansetzen, wenn es Ungereimtheiten in den ihm zur Verfügung gestellten Unterlagen findet, die auf einen (bewusst oder unbewusst) fehlerhaften Umgang mit der Umsatzsteuer hin deuten.

Es gibt keine offiziellen Angaben dazu, welche Hinweise das sein können. Das BMF sagt dazu nur so viel:

Umsatzsteuer-Sonderprüfungen werden unabhängig vom Turnus der allgemeinen Betriebsprüfung und ohne Unterscheidung der Größe der Betriebe vorgenommen.

Dennoch kann man sich ein paar sehr offensichtliche Dinge an fünf Fingern ausrechnen:

  • Sie sind Kleinunternehmer und machen Angaben zu Vor- oder Umsatzsteuer in einer Umsatzsteuer-Voranmeldung oder der Anlage EÜR
  • Ein Lieferant oder Kunde von Ihnen hatte eine Betriebsprüfung (oder eben auch eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung) und es wurden Fehler in Ihren Rechnungen gefunden, die auf Fehler bei Ihnen hin deuten
  • Es gibt offensichtliche Diskrepanzen zwischen Ihrer UStVA und der zusammenfassenden Meldung bei Steuerbeträgen im Zuge des Reverse Charge-Verfahrens (Lieferungen und Leistungen im EU-Raum)

Zwar endet eine solche Prüfung eher selten so, wie auf unserem Beitragsbild, aber eine teure Angelegenheit kann es allemal werden, wenn sich Fehler im Umgang mit der Umsatzsteuer in der täglichen Praxis eingeschlichen haben. So prüft die Finanzbehörde in diesen Fällen nicht eine einzelne Rechnung nach, sondern einen Zeitraum von im Zweifel mehreren Jahren. So kommen schnell mal ein paar tausend Euro zusammen, die dann auch sofort fällig sind und obendrein mit einem Verzugszins von 6% p.a. zu verzinsen sind.

Eine gute Buchhaltungssoftware hilft, Fehler zu vermeiden

Die wichtigste Waffe gegen teure Fehler in Sachen Umsatzsteuer ist zunächst einmal, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Sie sollten als Unternehmer auf jeden Fall darauf achten, welche Angaben auf einer Rechnung unbedingt stehen müssen, damit sie nicht zu beanstanden ist. Diese Mindestangaben müssen Sie nicht nur selbst auf Ihren Ausgangsrechnungen machen, sondern auch bei Ihren Eingangsrechnungen prüfen und Ihren Lieferanten ggf. bitten, die Rechnung zu korrigieren.

Der späteste Zeitpunkt, zu dem Sie eine Rechnung prüfen sollten, ist, wenn Sie eine Ausgangsrechnung absenden, bei Eingangsrechnungen ist dies der Moment, in dem Sie diese Verbuchen. Aber keine Angst: Sie entwickeln sehr schnell einen Blick dafür, ob alle wichtigen Angaben auf der Rechnung sind. Ein absoluter Warnhinweis ist, wenn Sie beim Verbuchen einer Rechnung nicht alle Eingaben machen können, um einen korrekten Buchungssatz zu erfassen.


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Besondere Vorsicht bei EU-Geschäften

Die EU hat eine recht interessante Vorstellung davon, wie Umsatzsteuer im grenzüberschreitenden zu behandeln ist. Leider bedeutet das für Unternehmer auch, dass sie neben der UStVA unter gewissen Umständen einen weiteren Bericht ans Finanzamt abliefern müssen, die zusammenfassende Meldung innergemeinschaftlicher Lieferungen und Leistungen. Aber auch die UStVA wurde für dieses Reverse Charge-Verfahren um einige Felder erweitert, um die entsprechenden Angaben zu machen.

Bevor Sie nun denken, Sie haben keine EU-Geschäfte, da Ihre Lieferanten und Kunden alle in Deutschland sind, sollten Sie sich einmal unseren Artikel dazu durchlesen. Sie bestellen ab und an mal etwas bei einem großen INternet-Händler oder schalten Online-Werbung? Zack, schon haben Sie möglicherweise innergemeinschaftliche Umsätze, da Sie eine Rechnung aus Irland oder Luxemburg erhalten…

Kontolino! unterstützt Sie beim Ausfüllen und dem online-Versand sowohl der Umsatzsteuer-Voranmeldung als auch der Zusammenfassenden Meldungen. Beide sind in einem Klick zusammengestellt und können mit einem zweiten Mausklick direkt online versandt werden. EU-Umsätze sind damit ihren Schrecken los.

Ein Umstieg auf Kontolino! kann helfen, teure Fehler in Sachen Umsatzsteuer zu vermeiden. Deswegen laden wir Sie herzlich ein, unsere Buchhaltungssoftware in der Cloud 2 Monate lang kostenlos und unverbindlich zu testen.


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Autor:
um 03:20:05

Kategorien:
Steuer

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Neue Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen bei Auslandsreisen ab 1.1.2017

Blick auf Big Ben in London

Mit Schreiben vom 14.12.2016 gibt das Bundesfinanzministerium die neuen Sätze für den steuerfreien Ersatz von Verpflegungsmehraufwendungen im Ausland bekannt.

Wie bisher unterscheidet der Fiskus zwischen Abwesenheiten von mindestens 24 Stunden und den An- und Abreisetag bzw. mindestens 8 Stunden Abwesenheit. Insofern bleibt alles beim Alten, nur die Beträge ändern sich für einige Staaten.

Das BMF-Schreiben mit der kompletten Tabelle aller Länder und Sätze kann beim Bundesinanzministerium heruntergeladen werden.

Wußten Sie schon, dass unser Buchungsassistent die Verbuchung der Verpflegungsmehraufwendungen besonders einfach macht? Wenn nicht, sollten Sie Kontolino!, die Buchhaltungssoftware in der Cloud ganz unverbindlich testen.

Das 3-Konten-Modell für Freelancer und Gründer

Wir haben uns ja in der Vergangenheit auf dem Kontolino!-Blog auch schon mehrfach mit dem Thema beschäftigt, wie man sich als junger Gründer vor Überraschungen von Seiten des Finanzamts – aber eben auch vor eigener Unwissenheit zur finanziellen Lage – schützen kann. Ein wirklich wichtiger Tipp auf unserem Blog ist die Trennung von Geschäfts- und Privatkonto.

Karen Unfug hat dazu einen so schönen und übersichtlichen Artikel geschrieben, dass dem eigentlich nichts mehr hinzuzufügen ist. Bitte einfach lesen und das Modell adaptieren. Mit der dort genannten Aufteilung Ihrer Einnahmen kann in Sachen Liquidität eigentlich nichts mehr schief gehen.

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