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Warum Sie DATEV-Buchungsstapel besser nicht mit Excel & Co. bearbeiten sollten

Seit ein paar Monaten kann Kontolino! auch DATEV-Buchungsstapel einlesen. Dieses Feature wird super gut angenommen, schliesslich kann man so ein in einem anderen Buchhaltungsprogramm begonnenes Buchungsjahr mal eben nach Kontolino! übernehmen und vergleichen. Oder man kann Buchungen von einem Faktura-, Reisekosten-, Projektverwaltungsprogramm oder Onlineshop übernehmen.

Der Import is ein super praktisches Feature, das schier endlose Möglichkeiten eröffnet. Im Grunde ist das Buchungsstapel-Format der DATEV auch recht einfach aufgebaut und hat sich deswegen zu einem Quasi-Standard für den Austausch von Buchungen zwischen Programmen etabliert. Als einfache Textdatei, die fast ein bischen wie eine CSV-Datei (CSV= Comma-separated values, also eine einfache Textdatei, in der Werte durch Kommata, Semikola oder Tabulatoren voneinender getrennt sind) aussieht, lädt das Format auch wirklich dazu ein, einfach mal rein zu schauen…

Bitte nur Gucken!

Leider gibt es aber immer wieder mal Probleme mit den Dateien, die nicht eingelesen werden können, weil irgendwas an dem Format nicht stimmt. Und oft gibt es dafür eine ganz einfache Erklärung: der Nutzer hat die DATEV-Datei mal eben in einem Tabellenkalkulationsprogramm bearbeitet. Und das geht in den meisten Fällen gründlich daneben.

Das Problem ist hier, dass Tabellenkalkulationsprogramme wie Excel, LibreOffice Calc oder Numbers versuchen, den Benutzer mit intelligenten Funktionen zu ünterstützen. Eigentlich eine tolle Sache. Aber leider eben manchmal auch ein Fluch. Beispiele gefällig?

Das Belegdatum ist nur der Anfang

In der DATEV-Datei ist das Belegdatum als vierstellige Zahl dargestellt. Die ersten beiden Ziffern stehen dabei für den Tag und die letzten beiden für den Monat. Das Jahr ist in der Datei nicht enthalten, es steckt in den Kopfdaten. So ist also der 19. April im DATEV-Buchungsstapel als ‚1904‘ abgelegt. Das wieder einzulesen, ist super simpel: die ersten zwei Ziffern sind der Tag, die letzten zwei der Monat. Der 2. Mai ist dann eben ‚0205‘.

Und genau hier beginnt das Elend: Excel und Co. schlagen beim Einlesen dieser Daten fatal in den Quark. Wenn man CSV-Dateien mit einer Tabellenkalkulation einliest, versucht diese nämlich, aus dem Text heraus zu orakeln, um was für einen Datentyp es sich hier handeln könnte. Steht in der Zelle also ‚0205‘, sind da nur Ziffern. der Fall ist klar: das muss eine Zahl sein. Und Bumms: die Zahl 0205 mit führenden Nullen ist eine etwas komisch dargestellte 205.

Wenn man nun also die Datei wieder speichert, schreibt das Programm die Zahl 205 in die Datei. Wo vorher ‚0205‘ stand, steht nach dem Speichern ‚205‘. Wenn nun ein Programm versucht, daraus wieder ein Datum zu machen, geht es her und liest die ersten beiden Ziffern und interpietiert  sie als Tagesdatum. In unserem Fall also 20. Dann bleibt nur noch ein Zeichen übrig. Hier kann sich das Programm nun entscheiden, ob es einen Fehler ausgibt und den Import abbricht, oder etwas fataleres zu tun.

Natürlich kann man als importierendes Programm ebenfalls intelligent sein und erstmal schauen, ob hier 3 oder 4 Ziffern stehen. Stehen nur 3 in der Spalte, ist natürlich nur die erste Ziffer der Tag, und die anderen beiden der Monat.

Wo der Spaß dann aber wirklich aufhört

Es gibt aber noch ein viel fataleres Problem: Genau das selbe passiert bei Kontonummern. In fast allen Kontenrahmen gibt es Konten, deren Nummer mit einer führenden Null beginnt. Im SKR 04 sind das zum Beispiel alle Anlagevermögenskonten, also etwa „0420 Technische Anlagen“.

Hier passiert in Excel & Co. exakt das selbe: die Programme lesen ‚0420‘ ein und speichern dann ‚420‘.

Was kann ein importierendes Programm nun tun? Klar, Die DATEV-Kontenrahmen kennen eigentlich keine 3-stelligen Kontonummern (der IKR dagegen schon, z.B. 087). Aber wo fehlt denn nun bei ‚420‘ etwas? Vorne oder hinten? Vermutlich fehlt vorne etwas, aber vielleicht gab es in dem Kontenplan des exportierenden Programms auch ein Konto, das 420 hieß (es könnte ja ein Programm gewesen sein, das 3-stellige Kontonummern durchaus akzeptiert). Ist also nun das Konto ‚0420 Technische Anlagen‘ gemeint oder ein Konto aus der Kontenklasse 4 (Ertragskonten)? Oder was ganz anderes?

Das importierende Programm kann also nur entweder feststellen, dass es kein Konto 420 gibt, oder aber anfangen, zu raten, was mit 420 gemeint sein könnte. Die Chance, dass es hier daneben liegen wird, ist groß.

Noch viel lustiger wird es, wenn es im importierenden Programm ein Konto 420 gibt. Die Chancen, dass hier etwas völlig falsch läuft, ist nahezu 100%. Das Fatale dabei ist, dass der Satz völlig problemlos eingelesen und verbucht wird. Nur eben auf einem vermutlich komplett falschen Konto! Aus einem Zu- oder Abgang von Anlagevermögen wird so ein Umsatzerlös.

Nicht anfassen. So einfach ist das

Die Moral von der Geschicht‘: bitte bearbeiten Sie niemals eine DATEV-Buchungsstapel-Datei mit einem Tabellenkalkulationsprogramm. Sie können gerne in eine solche Datei hinein schauen, aber niemals dürfen Sie diese abspeichern und diese veränderte Datei in ein Buchhaltungsprogramm einlesen. Wenn Sie Glück haben, gibt es beim Import Fehlermeldungen. Wenn Sie aber Pech haben, läuft der Import einfach durch und verbucht völligen Mist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der neuen DATEV-Importschnittstelle noch mehr erledigen

Kontolino! hat jetzt eine Importschnittstelle für DATEV-Buchungsstapel

Das Jahr 2018 neigt sich so langsam dem Ende zu. Die Supermärkte sind voll mit Lebkuchen, Stollen und dem ersten Dekorationstand, die Bäckerei um die Ecke hängt das Zeugs auch schon auf und die Wunschzettel füllen sich auch schon langsam.

Apropos Wünsche: Wie Ihr alle wisst, lieben wir die Wünsche unserer Nutzer. Sie zeigen uns, was wirklich wichtig für die Buchhaltung unserer Nutzer ist, wie das Leben mit Kontolino! noch ein bisschen leichter werden könnte, und vielleicht auch, was noch so richtig schmerzhaft fehlt in unserem Programm.

Eine Importschnittstelle für Buchungssätze aus dem bisherigen Buchhaltungsprogramm stand da bei vielen Neueinsteigern und Testnutzern ganz oben auf der Liste. Wäre es nicht schön, einfach die Buchungen der letzten Monate nach Kontolino! zu importieren und einfach weiter zu arbeiten? Was lag da näher, als schon ein wenig vorzeitig (was die Supermärkte können, können wir schon lange!) die Nikolausmütze aus dem Schrank zu kramen und unseren Nutzern ein erstes Saisongeschenk zu machen?

Der Goldstandard in Sachen Buchungsexport und -import ist das Textbasierte CSV-Format der DATEV, das so ziemlich jedes Buchhaltungsprogramm spricht, das am deutschen Markt ernst genommen werden möchte. Und auch Kontolino! exportiert ja schon seit einiger Zeit Buchungsstapel im DATEV-Format.

Neu ist bei uns also ab sofort der Import von DATEV-Buchungsstapeln. Diese Importschnittstelle ist für alle Kontolino!-Nutzer verfügbar und arbeitet in mehreren Schritten, um sicherzustellen, dass wir auch wirklich alles richtig machen. (etwas genauer beschrieben ist das ganze in unserem Handbuch).

Das beste aber kommt ja noch: die DATEV-Importschnittstelle eröffnet unseren Nutzern eine fast unerschöpfliche Vielfalt an Möglichkeiten für die Verbesserung ihrer Geschäftsprozesse. So beherrschen nicht nur Buchhaltungsprogramme dieses Format, sondern auch viele andere Werkzeuge, die relevante Daten für die Buchhaltung erzeugen. Mit dieser scheinbar so kleinen Erweiterung öffnen wir Kontolino! jetzt eben auch für das Einlesen von Buchungen aus einer schier endlosen Zahl von Vorsystemen wie zum Beispiel:

 

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um 10:46:42

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Allgemeines

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Was es heißt, Selbstbucher zu sein

Wir haben uns hier auf Kontolino! ja schon mehrfach mit Fragen des Selbstbuchens beschäftigt, und aufgezeigt, warum die Buchhaltung für Existenzgründer, Freiberufler und Startups alles andere als bürokratischer Irrsinn ist.

Die Buchhaltung ist für einen Unternehmer ein zentrales Werkzeug zur Einschätzung des eigenen Erfolgs. Nur aus der Buchhaltung heraus lassen sich zentrale Fragen in Sachen Weiterführung der Geschäftsidee oder Aufgeben, Investitionsentscheidungen etc. fundiert beantworten. Unser Artikel „Buchhaltung selber machen – pro und contra“ geht auf diese Frage genauer ein.

In diesem und ein paar weiteren Artikeln in den nächsten Wochen möchten wir uns mit der Frage beschäftigen, was das Selbstbuchen ist, welche Spielarten es dabei gibt, und wie man sich in das Thema einarbeiten kann.

Was ist ein Selbstbucher?

Die Buchhaltung selbst zu machen, klingt für viele Leute zunächst nach einem Buch mit sieben Siegeln und alleine der Gedanke daran, sich damit zu beschäftigen, verängstigt viele.

Dabei ist das Selbstbuchen – vor allem für Existenzgründer, Freiberufler und kleinere Firmen – meist kein Hexenwerk.

Aber mal der Reihe nach:

Selbstbucher ist jeder, der seine Geschäftsvorfälle selbst aufzeichnet und in geeigneter Form dokumentiert.

Muß ich als Selbstbucher nicht auch Steuerexperte sein?

Diese Frage fusst auf einem entscheidenden Fehler, den viele gerne machen: sie vermischen das Thema Buchhaltung mit der Steuer. Tatsächlich sind das zwei verschiedene Dinge, die man auch nicht unbedingt komplett in die eigene Hand nehmen muß.

Und doch gibt es bei der Buchführung von Anfang an die Anforderungen des Finanzamt an eine ordentliche Buchführung im Auge zu behalten.

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Autor:
um 10:28:15

Kategorien:
BuchhaltungSteuer

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Kontolino! mit neuer DATEV-Schnittstelle

Kontolino! ist für Selbstbucher gemacht. Das heißt, für alle Unternehmer, Freiberufler und Selbständige, die zumindest die laufende Verbuchung von Geschäftsfällen selbst machen möchten. Selbstbuchen heißt nicht zwingend, alles selbst zu machen, auch wenn Kontolino! einen sehr umfangreichen Werkzeugsatz für das vollständige Selbermachen vom Buchen bis zur Jahres-Endabrechnung und der Anlage EÜR bietet.

Viele Nutzer möchten aber gar nicht alles selbst machen, sondern arbeiten eng mit einem Steuerberater zusammen, der zum Beispiel den Jahresabschluß sowie die private Einkommensteuererklärung erstellt.

Kontolino! ist für jedes mögliche Szenario gerüstet und bietet seinen Nutzern mit der neuen DATEV-Schnittstelle die Möglichkeit, die selbst erfassten Buchungen im DATEV-konformen Format zu exportieren und an den Steuerberater zu übergeben.

DATEV-Export

Der DATEV-Export-Assistent in Kontolino!

Mehr Details zur DATEV-Schnittstelle in Kontolino! finden Sie in unserem online-Handbuch.