Umsatzsteuer bei Auslandsgeschäften

Die Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer kann im Geschäftsverkehr mit ausländischen Unternehmern ein bisschen kompliziert werden. Kontolino! führt Sie hier durch den Dschungel der Vorschriften und Probleme und unterstützt Sie umfassend beim Umgang mit der Mehrwertsteuer auch im internationalen Waren- oder Dienstleistungsverkehr.

Auch für kleine Unternehmen gilt: die Welt wird immer kleiner, und es gibt zunehmend Kontakte mit Wirtschaftsunternehmen auch im Ausland, sowohl in der EU als auch ausserhalb (sog. Drittstaaten). Dies gilt für Beratungs- und Gutachterleistungen ebenso wie beispielsweise für Montagen oder Reparaturen. Hier ein paar Beispiele:

  • Sie erbringen Beratungs- oder Programmierdienstleistungen für einen ausländischen Kunden
  • Sie bestellen eine Maschine, Software oder Fachliteratur im Ausland
  • Eine Firma bestellt bei Ihnen ein Produkt, das in das Land ihres Firmensitzes ausgeführt wird, oder eine Dienstleistung, die Sie im Land des Firmensitzes erbringen
  • Sie haben Hotel- oder Bewirtungskosten für eine Geschäftsreise im Ausland
  • Sie kaufen im Ausland ein Ersatzteil, Büromaterial o.ä. für Ihre betrienblichen Zwecke

Grundsätzlich gilt seit 2010, dass Ausfuhren aus Deutschland in EU-Länder und in Drittstaaten im Land des Leistungsempfängers mit Umsatzsteuer belegt werden. Innerhalb der EU existiert seit diesem Zeitpunkt auch ein einheitliches Vorgehen zur Umsatzbesteuerung. Für Geschäfte mit Drittländern gilt zwar derselbe Grundsatz, die Ausgestaltung aber für die Behandlung der Umsatzsteuer im Drittland ist logischer Weise nicht im Deutschen Steuergesetz geregelt und kann daher in jedem Land unterschiedlich sein.

Für die genaue Verfahrensweise sind zunächst folgende Kriterien zu prüfen, wie das Thema Umsatzsteuer behandelt werden muss.

  • Ist Ihr Kunde oder Lieferant eine Firma oder eine Privatperson?
  • Handelt es sich um ein EU-Land oder ein Land ausserhalb des EU-Wirtschaftsraumes?

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