Buchungssätze erfassen

Zentrales Instrument der doppelten Buchführung ist der so genannte Buchungssatz. Ein Buchungssatz umfasst mindestens 2 Umsätze oder Buchungen, die jeweils die Veränderung eines Kontos darstellt.

Sie heben von Ihrem Bankkonto Wechselgeld in Höhe 100 € ab und platzieren dieses in der Kassenschublade in Ihrem Schuhgeschäft.
In diesem Beispiel wird also der Betrag von 100 € zwischen zwei Konten bewegt, nämlich vom Bankkonto auf das Kassenkonto.

In einem Buchungssatz wird dieser Geschäftsfall in einer festen Form festgehalten, sodass jeder, der diese Form kennt, den Geschäftsfall eindeutig nachvollziehen kann. Die Festlegung, welche Konten in einem Buchungssatz aufgeführt werden, wird als Kontierung bezeichnet.

Alle Buchungssätze eines Geschäftsjahres werden  im so genannten Buchungsjournal in chronologischer Folge aufgelistet. Aus diesem Buchungsjournal sind also sämtliche Geschäftsfälle eines Geschäftsjahres ablesbar.

Da jede einzelne Buchung in einem Buchungssatz eindeutig einem Konto zugeordnet ist, beeinflusst diese durch den verbuchten Betrag den Saldo des bebuchten Kontos. Dabei kann ein Umsatz den Saldo auf der Soll- oder Habenseite des Kontos verändern.

Ein Buchungssatz ist stets so gestaltet, dass er das im Soll bebuchte Konto vor dem Habenkonto nennt. Dabei wird meist die Form „Sollkonto and Habenkonto“ oder „per Sollkonto and Habenkonto“ benutzt. Im obigen Beispiel würde der zugehörige Buchungssatz lauten:

Kassenkonto an Bankkonto, 100 € 

Üblicherweise gibt man in einem Buchungssatz auch die Kontonummern mit an. Das vollständige Beispiel im Industriekontenrahmen wäre also

2880 Kasse an 2800 Bank, 100 €