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um 11:31:30

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Vereinfachen Sie Ihre Buchführung mit getrennten Bankkonten und Kreditkarten

Manche Tipps klingen so klein und unbedeutend, dass man sie gerne ignoriert. Auch dieser Tipp klingt zunächst mal so, als wenn er nur Kosten und Mehraufwand beim Start in die Selbständigkeit bedeutet. Aber ich werde Ihnen gleich erklären, warum das ganz und gar nicht so ist:

Führen Sie getrennte Girokonten für Ihre geschäftlichen und privaten Zahlungen

Ja, ein Geschäftskonto kostet in der Regel Gebühren, während es heutzutage bei vielen Banken kostenlose Privatgirokonten gibt. Und Banken sind teilweise noch nicht einmal schüchtern mit ihren Gebühren für Geschäftskonten.

Dennoch spricht einiges dafür, die geschäftlichen Zahlungsein- und Ausgänge auf einem separaten Konto zu führen:

  1. Außenwirkung
    Für Ihre Kunden und Geschäftspartner ist bei einigen Banken anhand der Kontonummer evtl. sichtbar, dass es sich um ein Privatkonto handelt. Sehr groß und seriös erscheint Ihr Unternehmen dadurch nicht.
  2. Schutz Ihrer Privatsphäre
    Geschäftlich veranlasste Umsätze sind Teil Ihrer Buchführungsunterlagen. Also gehören Kontoauszüge als Belege in Ihren Buchführungsordner. Geht es Ihren Finanzbeamten etwas an, dass Sie Ihre Couch auf Raten bezahlt haben und jeden Monat 79 Euro dafür von Ihrem Konto abgebucht werden? Oder muss er wissen, wo Sie so privat mit der Kreditkarte bezahlen?
  3. Überblick über Ihre Liquidität
    Wenn Sie stets darauf achten, dass nur Geld von Ihrem Geschäftskonto auf das Privatkonto gelangt, das auch wirklich nicht mehr für Steuerzahlungen oder Lieferantenrechnungen benötigt wird, haben Sie sehr einfach erreicht, dass Sie sowohl ihre private als auch die geschäftliche Liquidität sofort im Blick haben. Ein Kontostand von 10.000 Euro kann sich üppig anfühlen, aber eben nur, wenn sicher ist, dass es nicht noch 9.500 Euro an Verbindlichkeiten davon zu bezahlen gilt, oder knapp 40 % davon noch in die Einkommensteuer fliessen werden.
  4. Vereinfachte Buchführung
    Stimmt Ihre Buchhaltung? Ein guter Indikator ist stets die Frage, ob der Kontostand Ihres Bankkontos mit dem Stand des dazu gehörigen Kontos in Ihrer Buchhaltung übereinstimmt, und dass jeder Bankumsatz auch seine Entsprechung in der Buchführung findet. Bei einem gemischten Konto müssen Sie jede einzelne Zahlung auf dem Kontoauszug prüfen, ob sie nun privat ist oder in die Buchhaltung gehört. Auf einem reinen Geschäftskonto ist die Sache sehr einfach: Ausnahmslos jede Buchung auf dem Bankauszug muss sich auch in Ihrer Buchführung wiederfinden.
  5. Lastschriften nur für Geschäftskonten
    Wenn Sie Ihren Kunden die Zahlungsweise Lastschrift anbieten möchten, ist ein Geschäftskonto Pflicht.
    Banken räumen Privatkunden normaler Weise nicht die Möglichkeit ein, Lastschriften von anderen Konten einzuziehen. Dies ist nur mit Geschäftskonten möglich, und selbst dazu muss eine gesonderte Vereinbarung mit Ihrer Bank getroffen werden (Eine Lastschrift ist immer auch ein möglicher Kredit an Sie, denn Ihr Kunde kann ja nach der Abbuchung einer Lastschrift widersprechen, während Sie bereits das Geld ausgegeben haben…)
  6. Behandlung von Zinsen
    Zur Zeit gibt es ja keine Guthaben-Zinsen auf den meisten Girokonten. Wenn es aber mit den Zinsen wieder bergauf geht, kann sich das auch wieder ändern. Zinsen, die auf geschäftliche Guthaben bezahlt werden, sind Einnahmen, die als positive Umsätze in Ihrer Buchführung geführt werden müssen. Dafür gibt es aber keine Zinsabschlagsteuer auf Geschäftskonten. Nun kann es sehr kompliziert werden, die geschäftlichen von den privaten Zinsen zu trennen und das ganze auch noch nachvollziehbar mit dem Finanzamt abzuhandeln.
  7. Kontoführungsgebühren und Sollzinsen  sind Betriebsausgaben
    Mindestens genau so kompliziert ist es bei Überziehungszinsen. Wenn Ihr Girokonto überzogen ist, welcher Anteil der Überziehung ist gewerblich veranlasst? Wie hoch ist der Privatanteil? Wenn Sie nicht ein besonders guter Zinsrechner sind, wird Ihnen diese Antwort meist sehr schwer fallen.
    Die Sache mit den Gebühren für ein Girokonto relativiert sich, wenn man bedenkt, dass Kontoführung und Sollzinsen als Betriebsausgaben den Gewinn des Unternehmens schmälern. Sie können also die Kontoführungsgebühren voll von Ihren Betriebseinnahmen abziehen und mindern so natürlich auch die Steuer. Aber eben nur, wenn die gewerbliche Veranlassung nachvollziehbar ist.Tipp: Wie Sie Kontoführungskosten sowie Zinserträge oder -aufwendungen in der Buchführung behandeln, finden Sie auch in unserem Kontierungslexikon auf der Seite „Buchungen beim Zahlungsverkehr

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um 06:59:34

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SEPA-Lastschriften online: Ein gutes Ende?

Endlich gute Nachrichten: Die SEPA-Lastschrftmandate müssen nun doch nicht nicht in Papierform erteilt werden.

Eigentlich sollte im Zusammenhang mit der Umstellung auf den einheitlchen Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area – SEPA) für eine Lastschrift ein sogenanntes Online-Mandat in Schriftform erforderlich sein, damit der Betreiber eines Internet-Shops bei der Bank des Kunden Geld abbuchen darf. Das hätte einen hohen Mehraufwand für Kunden und Shopbetreiber nach sich gezogen, jeder zehnte Online-Händler wollte laut Umfragen die Lastschrift als mögliches Bezahlverfahren in seinem Webshop abschaffen.

Genau das hatten wir auch vor: einen Launch von Kontolino! ohne Lastschriften…
Das sind natürlich erstmal tolle Nachrichten. Es kann also auch ab Februar 2014 weiterhin per Checkbox oder Mausklick ein Lastschriftmandat erteilt werden, und die Beweislast und das Risiko liegt vor allem beim Zahlungsempfänger. Das ist für den Handel im Internet eine gute Nachricht.

Und doch, es bleibt ein bitterer Beigeschmack. So liest man da im Protokoll der 8. Sitzung des SEPA-Rates (PDF):

Darüber hinaus sind sich alle Teilnehmer im SEPA-Rat einig, dass mittelfristig eine nutzer- freundliche europaweite Lösung zur beweissicheren elektronischen Erteilung von Lastschriftmandaten im Internet notwendig ist. Die Deutsche Kreditwirtschaft wird sich hierfür im EPC weiterhin einsetzen.

Wenn ein Gremium auf EU-Ebene von nutzerfreundlich und europaweit spricht und im selben Satz beweissicher einstreut, kommen mir Zweifel, ob da was gutes bei herauskommen wird.

Für uns heisst das aber erstmal, dass wir schnellstmöglich wieder die Zahlungsweise Lastschrift in Kontolino anbieten werden, denn hier in Deutschland ist diese Abwicklungsart einfach sehr beliebt: keine Zusatzkosten, keine dritten Mitverdiener, einfacher Widerruf und einfache Abwicklung. Auch, wenn man in anderen Ländern über die Lastschrift den Kopf heftig schüttelt, wir haben sie sehr lieb gewonnen, und verglichen mit der EC- oder Kreditkarte treten relativ wenig Probleme mit Missbrauch auf. Der Weg einer Zahlung ist klar nachvollziehbar und ein unzufriedener Kunde kann einfach sein Geld zurückfordern – ganz ohne langwierige Prozesse. Ich würde das bewährt und zuverlässig nennen.

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um 09:51:03

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SEPA Lastschriften: es kommt doch noch Bewegung in die Sache

sepaSchon vor ein paar Wochen habe ich mich ja dazu ausgelassen, dass das neue SEPA-Lastschriftverfahren, welches ab Februar 2014 europaweit verbindlich ist, für uns zu komplex und zu teuer ist.

Kurz gesagt: die Pflicht zur Sammlung und Verwaltung originalschriftlicher (papiergebundener) Lastschriftmandate, inkl. Postlaufzeiten für deren Einsammeln etc. ist praktisch ein No-Go für SEPA-Lastschriften im e-Commerce.

Im oben verlinkten Beitrag könnt Ihr auch nachlesen, warum  wir aktuell eher planen, die Zahlungsart Lastschrift für Kontolino zunächst nicht vorzusehen. Stattdessen machen wir den Bezahlkram zunächst ausschliesslich per Rechnung und Überweisung. Old School, ich weiss…

Ganz offensichtlich sind wir hier nicht die einzigen, denen das aufgefallen ist. Heise online titelt dazu sogar in dramatischer (aber nicht unbegründeter) Weise Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehr SEPA: Das Aus für Online-Lastschriften droht.

In der Meldung findet sich jedoch auch ein Fünkchen Hoffnung:

Der deutsche Gesetzgeber hat die Bankenwirtschaft aufgefordert, weiterhin Lastschriften beim E-Commerce zu ermöglichen. Der SEPA-Rat hat sich auf seiner jüngsten Sitzung am 21.8.2013 dieses Problems angenommen: Bundesbank und Bundesfinanzministerium drängen darauf, Online- Mandate in der bisherigen Form auch zukünftig zu akzeptieren.

Bei der Verbreitung die die Lastschrift aktuell in Deutschland hat, kann ich mir kaum vorstellen, dass diese Initiative keine Wirkung zeigt. Also sollten wir mal die Hoffnung auf eine deutliche Vereinfachung der Mandatserteilung nicht aufgeben…

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um 03:56:24

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Ein Wort zum Thema Bezahlmethoden

Auch wir hier bei Kontolino! sind feuereifrige Verfechter des KISS-Prinzips.

KISS, für alle, die es noch nicht kennen sollten, steht für den angloamerikanischen Ausruf „Keep it simple, stupid!“ und bedeutet frei übersetzt so viel wie „Mach’s nicht zu kompliziert, du Depp!“. Es gibt auffallend viele Lebensbereiche, in denen dieses Prinzip ganz hervorragend zur Anwendung kommen könnte.

Eines der Themen, mit denen man sich beim Launch einer Web-Anwendung beschäftigen muss, ist die Frage, wie man denn das wohlverdiente Geld seiner hoffentlich gerne zahlenden Kunden einsammeln könnte. Da denkt man zunächst an PayPal, Kreditkarten und die vielen tollen Web-Dienste, die es da draussen so gibt, und die einem das Leben als Web-Service-Provider vereinfachen sollen.

Nun ist das alles eine tolle Sache, Weiterlesen