Artikel mit dem Schlagwort "Startup"

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Die Sache mit dem Feedback für Gründer

Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, ist darauf angewiesen: Feedback. Schliesslich muss die eigene Geschäftsidee ankommen bei potentiellen Kunden, das Produkt muss Nutzen bringen und gekauft werden und der neue Service muss nützlich und vernünftig bepreist sein, um auch wirklich in Anspruch genommen zu werden. Und da hilft es nur bedingt, selbst zu 100% davon überzeugt zu sein, daß das Angebot perfekt ist. Es schadet nicht, mit Selbstbewusstsein und Vertrauen an das Abenteuer heranzugehen, aber entscheidend für den Erfolg ist das, was Kunden und potentielle Käufer vom Produkt halten.

Wie Maybritt Reumann in ihrer Kolumne auf dem StartupBrett schreibt, sind die ersten Ansprechpartner für Feedback sicher Freunde und Familie. Aber leider muss man sich bei Feedback auch immer fragen, ob es ehrlich oder freundlich ist. Schliesslich will man den hoch motivierten Gründer nicht ausbremsen, ihn nicht vor den Kopf stossen. Freunde und Familie können sehr wertvolle Impulsgeber sein, müssen aber ganz und gar nicht.

Aus meiner Erfahrung in der Gründung von Kontolino heraus kann ich Maybritt Reumanns Beobachtungen und Tipps nur bestätigen: Nicht alles Feedback, das kommt, ist wirklich wertvoll oder hilfreich. Eine gute Portion davon muss man ausfiltern und schlichtweg ignorieren. Die Kunst ist es, das wertvolle Feedback vom Höflichkeits-Gebrabbel zu trennen.

Gerade ganz am Anfang, wenn man selbst noch unsicher ist, ist es sehr gefährlich, Weiterlesen

Selbstständig und trotzdem arm?

Beim Thema Gründen und Start-Ups denkt man heutztage häufig an junge, bärtig-hippe Studenten, die kurz vor dem Master Millionenbeträge von Investoren einsacken, ihren Tag auf dem Office-Playground und die Nächte auf angesagten Parties verbringen und zum 30. Geburtstag ihren Laden für ein paar hundert Millionen an Google oder Facebook verkaufen. Dieses Zerrbild der Selbständigkeit wird verstärkt durch Fernehformate wie die Höhle der Löwen, wo man sympathische junge Gründer mit teils verrückten, teils pfiffigen Ideen sich vor einer mehr oder weniger prominenten Jury präsentieren und in gefühlt mühelosen 3 Minuten ein paar zehntausend Euro abstauben oder ein paar bissige Kommentare zur öffentlichen Belustigung ernten sehen kann.

Manchmal bekommt man den Eindruck, die Welt wird nur noch fortbestehen durch völlig neu gedachte Konzepte für althergebrachtes. Disruptiv und schrill muss eine Idee sein, die Firmen-Website mus eine .io – Endung haben und irgendwie müssen ein paar Buchstaben verdoppelt oder verwürfelt werden und dem Millionärsdasein steht nichts mehr im Wege.

Das ganze ist, wie gesagt, ein Zerrbild. Einem Großteil der Startups steht ein mehr oder weniger schleichendes Siechtum bevor, wenn nicht gar ein schmerzhaftes Ende am Schluss des Geldes und der Kraft. Nur einige wenige schaffen einen fulminanten Exit oder werden nachhaltig profitabel. Viele Gründer rackern sich über Jahre bei geringem Einkommen einer besseren Zukunft entgegen. Bei manchen kommt dann nach ein paar Jahren Durststrecke ein profitabes Business dabei heraus, viele können von ihrem Business mehr oder weniger gut leben, und einige haben tollen Erfolg und

natürlich haben viele vermeintlich verrückte Ideen sich zu enorm profitablen Firmen entwickelt, und ja, im Prinzip kann jeder es versuchen, und manche schaffen es, mit einer Vier-Stunden-Woche passives Einkommen von 3000 Euro und mehr pro Woche zu erwirtschaften.

Dass es auch eine andere Realität gibt,  zeigt uns dieser Artikel auf Spiegel Online: Mehr als hunderttausend Selbststädige brauchen Hartz IV:

2007 bezogen demnach 66.910 Selbstständige Hartz-IV-Leistungen, im vergangenen Jahr waren es 117.904.

Auch das ist Selbständigkeit: viele Menschen gründen ein Gewerbe als Notbehelf, weil sie in einer bestimmten Branche keine andere Beschäftigungsmöglichkeit mehr sehen, und einige davon können sich auch damit nicht ernähren.

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Wachstumsbremse Buchhaltung?

Die Wirtschaftsprüfer von KPMG veröffentlichen auf Ihrer Web-Seite einen Artikel unter dem wunderschön plakativen Titel „Wachstumsbremse Buchhaltung“. Natürlich geht es darin nicht darum, dass die Buchhaltung als solche Unternehmen am wachsen hindert, sondern soll vor allem aufzeigen, dass es sinnvoll sein kann, das Thema Buchhaltung von externen Profis durchführen zu lassen.

Grundsätzlich unterschreibe ich diese These: wer sich mit der Buchhaltung aus Zeitgründen nicht auseinandersetzen kann oder mag, oder wer große Berührungsängste hat, weil er das Gefühl hat, er habe nicht das nötige Wissen, um die Bücher der Firma selbst zu führen, sollte sich dazu professionelle Hilfe von einem Steuerberater oder einem Buchhaltungsbüro holen.

Leider suggeriert auch dieser Artikel, dass das Leben als junges Unternehmen viel einfacher ist, wenn man sich um die Finanzen nicht kümmern muß. Spätestens hier sollte man jedoch aufhorchen. Wie so oft wird suggeriert, es sei alles in Butter, wenn ein Profi auf die Finanzen achtet, und man müsse sich dann um gar nichts mehr kümmern, könnte sich nun zu 100% der eigenen Geschäftsidee widmen.

Das ist ein – leider häufiger – fataler Fehler. Das schlimmste, was Sie als Gründer oder Unternehmer tun können, ist es, Ihre Belege schön brav an den Profi abzugeben, und den Betriebsauswertungsbogen des Steuerberaters brav und ungelesen abzuheften. Sie müssen diese Pegelstandsmeldungen möglichst gut verstehen und sie regelmässig prüfen, nicht nur, wenn größere Investitionsentscheidungen oder Neueinstellungen oder auch nur eine neue Werbekampagne ansteht.

Das heißt eben auch, sich mit den wichtigsten Kennzahlen vertraut zu machen, und diese in Ihre Entscheidungen einzubeziehen. Es reicht eben nicht, nur auf das Geschäftskonto zu schauen und zu prüfen, ob „genug“ drauf ist. Es reicht auch nicht, zu wissen, wie viel Umsatz Sie bisher in diesem Jahr gemacht haben, denn ohne zu wissen, wie hoch Ihre Ausgaben bisher waren und in den kommenden Monaten sein werden, ist völlig unklar, ob davon etwas übrig bleibt.

Die Antworten auf diese Fragen stecken überwiegend in Ihrer Buchhaltung. Hier finden Sie Ihre Umsätze, Kosten, Verpflichtungen der nächsten Zeit, Steuerschulden, Gewinn oder Verlust und vieles mehr. Sie ist schlicht und einfach der Schlüssel für jede unternehmerische Entscheidung, die irgendwie mit finanziellen Fragen zusammen hängen (und das ist der überwiegende Teil Ihrer Entscheidungen, von der Preisfindung für Ihr Angebot über eben Investitionen etc. bis hin zur Ausschüttung von Gewinnen an sich selbst).

Egal, ob Sie Ihre Buchhaltung selbst erledigen oder sie von einem Profi machen lassen, es ist nicht so, dass Ihnen Ihr steuerlicher oder kaufmännische Berater alles abnehmen kann. Natürlich können Sie sich auch in Fragen wie

  • Kann ich mir diese Investition jetzt leisten?
  • Tätige ich diese Investition leiber dieses Jahr oder später?
  • Kann ich Personal einstellen?
  • Kann ich mir selbst etwas auszahlen? Gibt es denn überhaupt Gewinne?

von einem Profi beraten lassen. Und in vielen Fällen sollten Sie das auch tun, wenn Sie kein Wirtschaftsprofi sind.

Aber andererseits brauchen auch diese Gespräche mit einem Profi Zeit und Vorbereitungsarbeiten, denn der Profi braucht – ebenso wie Sie – fundierte Zahlen und Pläne, um eine qualifizierte Aussage zu machen.

Wachstum heisst fast immer, Investitionen zu tätigen: mehr Personal, mehr Marketing, mehr Entwicklung, mehr Produktion, mehr Wasauchimmer. Wie könnte da die Buchhaltung eine Wachstumsbremse sein, wenn es nur auf ihrer Basis möglich ist, die richtigen Entscheidungen in Sachen Wachstum zu treffen?

Autor:
um 11:48:02

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GründungSteuer

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Betragsgrenzen zur Bilanzierungspflicht werden zum 1.1.2016 angehoben

Zum 1.1.2016 tritt das Bürokratieentlastungsgesetz in Kraft. Der vollständige Name des Gesetzes lautet „Gesetz zur Entlastung der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie“ und soll demnach vor allem kleinen und mittleren Unternehmen die diversen bürokratischen Hürden erleichtern.

Eine der Regelungen in diesem Gesetz betrifft die Grenzbeträge für die Bilanzierungspflicht, also die Pflicht zur Aufstellung von Anfangs- und Abschlußbilanzen für ein Geschäftsjahr. Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, müssen nur noch Betriebe eine Bilanz aufstellen, die nicht aufgrund anderer Rechtsnormen (z.B. HGB) zur Bilanzierung verpflichtet sind  und deren

  • Gewinne im Wirtschaftsjahr eine Summe von 60.000 €
  • Umsätze im Wirtschaftsjahr einen Betrag von 600.000 €

überschreiten. Dabei gilt für Einzelkaufleute auch weiterhin, dass eine Bilanzierungspflicht erst bei Überschreiten der Grenzbeträge in 2 aufeinander folgenden Geschäftsjahren beginnt. Bisher lagen diese Grenzen bei 50.000 bzw. 500.000 Euro.

Das Bürokratieentlastunsgesetz sieht diese Anpassung der Grenzen sowohl für das HGB, als auch für die Abgabenordnung (AO) vor. Das bedeutet, dass sowohl für die Bilanzierung nach HGB als auch für die Steuer einheitliche Grenzen gelten. Es kann also nicht sein, dass ein Unternehmen zwar nach HGB bilanzieren muß, beim Finanzamt aber nur eine Einnahmen-Überschuß-Rechnung abgeben braucht.

Damit diese Erleichterungen auch auf breiter Basis ankommen, sieht der Gesetzgeber die Anwendung der Grenzwerte auch für die Wirtschaftsjahre 2014 und 2015 vor. Das bedeutet, dass die Pflicht zur BIlanzierung auch für all jene Unternehmer nicht eintritt, die in 2014 und 2015 jeweils die 60.000 € Gewinn bzw. 600.000 € Umsatz nicht übertraten.

Beispiel: Ihr Gewinn liegt in 2015 bei 56.000 € bei einem Umsatz von 138.000 €, und auch in 2014 nicht über 60.000/600.000. Nach aktueller Rechtslage müssten Sie ab dem 1.1.2016 bilanzieren. Das Bürokratieentlastungsgesetz schützt Sie jedoch vor einem Einstieg in die Bilanzierung, weil bereits für 2014 und 2015 die neuen Grenzen angewendet werden. Sollte Ihr Finanzamt Sie dennoch dazu auffordern, sollten Sie Einspruch dagegen einlegen und auf das Bürokratieentlastungsgesetz verweisen.

Was genau bedeutet das?

Wenn Sie als Unternehmer oder Selbständiger nicht bilanzierungspflichtig sind, hat das für Sie einige sehr konkrete Auswirkungen:

  • Beim Finanzamt müssen Sie am Jahresende nur die Anlage EÜR zur Einkommensteuer abgeben
  • Sie müssen keine Anfangsbilanz erstellen und auch keine Abschlußbilanz aufstellen
  • Da auch nach HGB keine Bilanzierungspflicht besteht, entfällt die Veröffentlichung einer Bilanz im Bundesanzeiger

Kontolino! unterstützt die automatische Erstellung der Anlage EÜR aus Ihren Buchführungsdaten.Bis zum Jahresabschluß 2015 sogar inklusive Übertragung per ELSTER-Online – Schnittstelle.

Wen betrifft diese Änderung konkret?

Für Gründer, die ihr Unternehmen als Personengesellschaft oder Einzelunternehmen starten,  ist diese Anhebung der Grenzen interessant. Schliesslich müssen Sie nur dann bilanzieren, wenn die genannten Grenzen überschritten werden, und gerade in den ersten Monaten und Jahren sind für viele Gründer 60.000 Euro Gewinn nicht viel mehr als ein schöner Wunschtraum.

Diese Neuregelung ist natürlich vor allem für all jene Unternehmer interessant, die in den letzten Jahren stets an einem der beiden Grenzbeträge herum meanderten, aber diesen nie deutlich überschritten haben. Sie müssen ab 2016 nur noch eine Einnahmen-Überschußrechnung beim Finanzamt abgeben und haben nun etwas mehr Luft nach oben, wenn sich an der Ertragslage nicht entscheidend etwas zum Besseren ändert.

Ändert sich etwas an meiner Buchhaltung?

Grundsätzlich bedeutet der Wegfall der Bilanzierungspflicht die Möglichkeit, auf eine doppelte Buchführung zu verzichten, und auf eine so genannte einfache Buchführung umzusteigen, in der einfach nur Einnahmen und Ausgaben gegenüber gestellt werden.

Bevor Sie jedoch frohlocken, sollten Sie einen Blick auf das Formular Anlage EÜR werfen. Das Finanzamt erwartet sehr differenzierte Angaben über Ihre Ein- und Ausgaben, sodass Sie von Anfang an eine sehr differenzierte Aufstellung über Ihre Ein- und Ausgaben führen müssen.

Der Haken dabei: am Anfang eines Jahres ist das für dieses Jahr gültige Formular noch nicht bekannt. Die endgültige Fassung ist meist erst im November des Jahres verfügbar. Bestimmt der Gesetzgeber, dass bestimmte Einnahmen oder Ausgaben in einem gesonderten Feld anzugeben sind, müssen Sie also am Jahresende diese Umsätze aus Ihrer Buchführung heraussuchen und gesondert aufschreiben und summieren, um die in die Anlage EÜR einzutragen.

Die Anlage EÜR ist in aller Regel eine Untermenge dessen, was in einer ausführlichen Bilanz anzugeben ist, sodass in den üblichen Kontenrahmen einer doppelten Buchführung alle Konten verfügbar sind, die auch für die Anlage EÜR benötigt werden.

Da Kontolino! Ihnen die Buchung von Geschäftsfällen mit Hilfe des Buchungsassistenten so einfach macht, können Sie aber auch, wenn Sie nicht bilanzierungspflichtig sind, eine doppelte Buchführung unterhalten, ohne es zu merken. Der Vorteil liegt auf der Hand: egal, ob Sie am Jahresende eine Bilanz oder eine Anlage EÜR abgeben müssen, die Buchhaltung läuft immer gleich.

 

 

 

Gründer und die Wahl der Rechtsform: keep it lean, Baby!

Wer sich selbständig macht, muss sich viele Gedanken machen und Weichen stellen. Wer gründet, begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Da ist die Angst, Fehler zu machen, natürlich groß.

Eine wichtige Entscheidung ist die für die geeignete Rechtsform für das neue Vorhaben. Starte ich als Freiberufler, als Personengesellschaft oder ist eine Kapitalgesellschaft für mein Vorhaben am besten geeignet?

Zu diesem Thema gibt es im Netz und im Buchhandel jede Menge Ratgeber. Hier finden Sie zu allen möglichen Szenarien und deren Verhinderung die passenden Rechtsformen für Ihre neue Firma. Hier sollte man auf jeden Fall schmökern und sich seine Gedanken machen, denn Fehler können durchaus gravierende Folgen haben. Übertreiben sollte man es aber auch nicht…

Wie man sich dem Thema auf keinen Fall nähern sollte

Im KarriereSpiegel erschien vor einger Zeit ein sehr schöner und gut verständlicher Überblick über die verschiedenen Einflussfaktoren für die Wahl der passenden Rechtsform.

In leider sehr deutscher Manier beginnt der Artikel mit einem Schreckensszenario erster Güte, um zu zeigen, wie verheerend Fehler bei der Wahl der Rechtsform sein können:

Als Anton Schlecker vor drei Jahren sein Unternehmen verlor, da verlor er alles – seine Immobilien, seine Luxus-Autos, selbst die Bilder an den Wänden. „Nichts mehr da“, sagte seine Tochter Meike, zehn Tage nachdem die größte Drogeriekette Deutschlands Insolvenz angemeldet hatte. Tausende Menschen verloren ihre Jobs. Und es blieb die Frage: Wie kann ein Milliardenvermögen auf null schrumpfen?

Es lag an der Unternehmensform, die der Patriarch gewählt hatte […]

 

Nun mag dieser Auftakt gut geeignet sein, des Lesers Interesse anzufüttern und den Respekt vor der Selbständigkeit zu erhöhen. Sachdienlich ist es eher nicht, sich der Thematik so zu nähern.

Das tragische Ende des Schlecker-Imperiums liefert jede Menge Lehren zu allen möglichen Themen, was im Handeln eines Unternehmers falsch gemacht werden kann. Weiterlesen

Autor:
um 10:26:51

Kategorien:
Gründung

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Wie wir der Gründer-Angst in Deutschland begegnen können

Eben habe ich über Twitter den folgenden Artikel bei impulse gefunden, der mich sehr begeistert hat:

Wie wir mehr Menschen fürs Unternehmertum begeistern

Die Autorin ist selbst Geschäftsführerin eines Familienunternehmens und greift das Thema einmal nicht mit dem Ruf nach mehr staatlicher Förderung auf, sondern zeigt auf, wie nur durch eine veränderte Einstellung zum Thema Selbständigkeit (=auf eigenen Beinen stehen) und  zu den Themen Risiko und Verantwortung eine Kultur des Gründens aufkeimen kann.

Hier ein paar Schlüsselsätze, die mir aus der Seele sprechen:

Meines Erachtens können wir dies nur erreichen, wenn wir in Deutschland die Mentalität der Menschen ein Stück weit ändern. Wir müssen bis zu einem gewissen Grad risikoaffiner werden und der Selbstständigkeit deutlich positiver gegenüberstehen.

Im Silicon Valley heißt es: “Entweder man ist erfolgreich oder man lernt”. Eine Stigmatisierung im Falle des Scheiterns gibt es dort nicht. Im Gegenteil: Fehler werden als notwendig angesehen, um dauerhaft erfolgreich sein zu können. Wir Deutschen lassen uns von Rückschlägen hingegen viel zu schnell entmutigen.

Frau Ostermann nennt 3 konkrete Schritte, wie sich in der kommenden Generation eine wesentlich positivere Einstellung zur Selbständigkeit fördern lässt. Dabei geht es hier ganz und gar nicht um kopfloses Hineinstürzen in jedes Abenteuer, sondern um eine Kultur der Risikobereitschaft für gute Ideen und weniger Stigmatisierung von gescheiterten Unternehmern.

Ich kann diesen Artikel nur empfehlen und zum Lesen und Nachdenken auffordern.

 

Autor:
um 09:37:43

Kategorien:
Gründung

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13 Dinge, die Ihr Startup ganz sicher nicht braucht

Über Twitter habe ich heute einen Link auf diesen Artikel auf FastCompany gefunden (in Englisch):

13 Things You Think Your Startup Needs But It Really Doesn’t

Der Artikel ist sowas von lesenswert, dass ich ihn hier einfach verlinken musste. Ich bin mit so ziemlich jedem einzigen Punkt absolut einig. Besonders die Sache mit dem Fremdkapital ist eben eine sehr zweischneidige Geschichte: wer Fremdkapital gibt, will etwas dafür, und das fängt beim Mitreden an. Es gibt nichts schlimmeres, als einen nervösen Investor im Rücken.

Ein weiteres Argument ist die Zeit, die in das Gewinnen von Investoren gesteckt werden muss. Damit ist ein Gründer praktisch Vollzeit beschäftigt, im schlimmsten Fall über Monate hinweg.


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Natürlich gibt es Ausnahmen zu dieser Regel. Wo große Investitionen notwendig sind, etwa für Werkstatt- oder Laboreinrichtungen , Produktionsanlagen etc., geht kein Weg daran vorbei.

Aber auch alle anderen Punkte sind relevant und eine tiefere Überlegung wert. Alles in allem: Absolutes Must-Read!