Artikel mit dem Schlagwort "blogosphäre"

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Das 3-Konten-Modell für Freelancer und Gründer

Wir haben uns ja in der Vergangenheit auf dem Kontolino!-Blog auch schon mehrfach mit dem Thema beschäftigt, wie man sich als junger Gründer vor Überraschungen von Seiten des Finanzamts – aber eben auch vor eigener Unwissenheit zur finanziellen Lage – schützen kann. Ein wirklich wichtiger Tipp auf unserem Blog ist die Trennung von Geschäfts- und Privatkonto.

Karen Unfug hat dazu einen so schönen und übersichtlichen Artikel geschrieben, dass dem eigentlich nichts mehr hinzuzufügen ist. Bitte einfach lesen und das Modell adaptieren. Mit der dort genannten Aufteilung Ihrer Einnahmen kann in Sachen Liquidität eigentlich nichts mehr schief gehen.

Die Sache mit dem Feedback für Gründer

Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, ist darauf angewiesen: Feedback. Schliesslich muss die eigene Geschäftsidee ankommen bei potentiellen Kunden, das Produkt muss Nutzen bringen und gekauft werden und der neue Service muss nützlich und vernünftig bepreist sein, um auch wirklich in Anspruch genommen zu werden. Und da hilft es nur bedingt, selbst zu 100% davon überzeugt zu sein, daß das Angebot perfekt ist. Es schadet nicht, mit Selbstbewusstsein und Vertrauen an das Abenteuer heranzugehen, aber entscheidend für den Erfolg ist das, was Kunden und potentielle Käufer vom Produkt halten.

Wie Maybritt Reumann in ihrer Kolumne auf dem StartupBrett schreibt, sind die ersten Ansprechpartner für Feedback sicher Freunde und Familie. Aber leider muss man sich bei Feedback auch immer fragen, ob es ehrlich oder freundlich ist. Schliesslich will man den hoch motivierten Gründer nicht ausbremsen, ihn nicht vor den Kopf stossen. Freunde und Familie können sehr wertvolle Impulsgeber sein, müssen aber ganz und gar nicht.

Aus meiner Erfahrung in der Gründung von Kontolino heraus kann ich Maybritt Reumanns Beobachtungen und Tipps nur bestätigen: Nicht alles Feedback, das kommt, ist wirklich wertvoll oder hilfreich. Eine gute Portion davon muss man ausfiltern und schlichtweg ignorieren. Die Kunst ist es, das wertvolle Feedback vom Höflichkeits-Gebrabbel zu trennen.

Gerade ganz am Anfang, wenn man selbst noch unsicher ist, ist es sehr gefährlich, Weiterlesen

Schnell. Laut. Fail! – Wie man es mit dem Marketing schnell übertreiben kann

Auf dem StartupBrett schreibt Lukas über ein recht trauriges Phänomen der Startup-Szene: manch ein Gründer(team) versucht, mit lauter und planloser Werbung möglichst schnell möglichst viel Staub um das eigene neue Business zu aufzuwirbeln.
Die Hoffnung dabei: je schneller sich der neue Markenname verbreitet, je mehr Medien irgendwas über uns schreiben, desto schneller geht die Rakete so richtig ab.

Dabei gilt es ernsthaft zu bedenken, ob schnelles, raketenartiges Wachstum wirklich wünschenswert für ein neues Business ist.

Natürlich spricht absolut nichts gegen einen gigantischen Ansturm von Interessenten oder gar Kunden, wer hätte nicht gerne gleich im ersten Quartal Umsätze in Millionenhöhe?

Es gibt – neben Lukas‘ wirklich lesenswerten Argumenten – noch ganz andere Themen zu bedenken. So sollte man sich stets die Frage stellen, ob das eigene Produkt oder der eigene Service denn schon reif für die Massen ist. Stellen Sie sich vor einer breit angelegten Kampagne unbedingt die Frage, ob Sie es wirklich handhaben können, wenn in zwei Wochen plötzlich ein paar Tausend Bestellungen eingehen. Oder auch nur Anfragen.

Wenn ich da so auf unsere eigenen Anfangszeiten zurück schaue, muss ich ganz offen eingestehen, Weiterlesen

Unternehmer und der 4-Stunden-Vollzeit-Job

Auf Ihrem Blog beschreibt Kathrin Franck einen der schönsten Aspekte des Lebens als Selbständiger, der seine Arbeitszeit und den Arbeitsort relativ frei bestimmen kann, und sei es nur zeitweise. Einer der Schlüsselsätze ihres Blogbeitrags ist für mich:

Noch gravierender ist für mich, dass die früher so eisern erkämpfte und aufrecht erhaltene Trennung zwischen „Job“ und „privat“ im Grunde überflüssig geworden ist.

So schockierend es klingen mag, aber es stimmt: wer sich aus einer Passion heraus selbständig gemacht hat, und wenn der Beruf im Grunde ein Hobby geworden ist, sind die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben fliessend, oft sogar verschwunden. Das eigene Geschäft sitzt immer im Kopf, man grübelt, tüftelt, plant beim Wäsche aufhängen, Geschirr abtrocknen und auf der sonntäglichen Radtour. Bevor sich nun jemand empört: meines Erachtens ist das als Arbeitnehmer häufig nicht großartig anders. Den Job hat man irgendwie auch als Angestellter immer im Handgepäck, sei es der Frust mit den Kollegen, die Aufregung vor der nächsten Präsentation oder die Strategie fürs nächste Personalgespräch. Der einzige Unterschied ist im Grunde, für wen oder was man das tut, was man tut, und wie frei man in der Wahl von Alternativen ist. Und wenn alles gut läuft, vielleicht sogar das, was am Monatsende auf dem Bankkonto ankommt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

Nun klingt der 4-Stunden-Vollzeitjob erstmal paradiesisch. Nur noch halb so viel arbeiten, schon am Strand sitzen, wenn andere aus der Kantine in den täglichen Wahnsinn zurück schleichen. Das Leben endlich mal in vollen Zügen geniessen Weiterlesen

Autor:
um 10:26:51

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Gründung

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Wie wir der Gründer-Angst in Deutschland begegnen können

Eben habe ich über Twitter den folgenden Artikel bei impulse gefunden, der mich sehr begeistert hat:

Wie wir mehr Menschen fürs Unternehmertum begeistern

Die Autorin ist selbst Geschäftsführerin eines Familienunternehmens und greift das Thema einmal nicht mit dem Ruf nach mehr staatlicher Förderung auf, sondern zeigt auf, wie nur durch eine veränderte Einstellung zum Thema Selbständigkeit (=auf eigenen Beinen stehen) und  zu den Themen Risiko und Verantwortung eine Kultur des Gründens aufkeimen kann.

Hier ein paar Schlüsselsätze, die mir aus der Seele sprechen:

Meines Erachtens können wir dies nur erreichen, wenn wir in Deutschland die Mentalität der Menschen ein Stück weit ändern. Wir müssen bis zu einem gewissen Grad risikoaffiner werden und der Selbstständigkeit deutlich positiver gegenüberstehen.

Im Silicon Valley heißt es: “Entweder man ist erfolgreich oder man lernt”. Eine Stigmatisierung im Falle des Scheiterns gibt es dort nicht. Im Gegenteil: Fehler werden als notwendig angesehen, um dauerhaft erfolgreich sein zu können. Wir Deutschen lassen uns von Rückschlägen hingegen viel zu schnell entmutigen.

Frau Ostermann nennt 3 konkrete Schritte, wie sich in der kommenden Generation eine wesentlich positivere Einstellung zur Selbständigkeit fördern lässt. Dabei geht es hier ganz und gar nicht um kopfloses Hineinstürzen in jedes Abenteuer, sondern um eine Kultur der Risikobereitschaft für gute Ideen und weniger Stigmatisierung von gescheiterten Unternehmern.

Ich kann diesen Artikel nur empfehlen und zum Lesen und Nachdenken auffordern.

 

Autor:
um 08:32:20

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Allgemeines

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Wie Bloggen funktionieren sollte

Heute bin ich mal fachfremd unterwegs. Auf dem Affenblog fand ich via Twitter einen sehr schön geschriebenen und wirklich lesenswerten Artikel unter dem Titel

5 fundamentale Fehler, die deutschen Bloggern den Erfolg kosten

Der Artikel ist nicht nur lesenswert, weil er Sinn und Zweck des Bloggens als solches darstellt und die wichtigsten Erfolgsrezepte für erfolgreiches bloggen vermittelt, sondern auch, weil er eine Kurzform dessen darstellt, was man als Blog-Netikette bezeichnen könnte.

Ob es wie von – Vladislav geschrieben – ein deutsches Phänomen ist, dass Blogger teilweise eher autistisch veranlagt sind, und viele den Sinn des bloggens vor allem darin sehen, die eigenen Meinungen oder das eigene Produkt in den Vordergrund zu stellen, kann ich nicht beurteilen. Aber an der Sache ändert das gar nichts: bloggen heisst in erster Linie, Mehrwert für Leser zu schaffen, interessantes, unterhaltsames oder lehrreiches zu einem Thema zusammen zu tragen und eine Anlaufstelle für weiterführende Informationen zu werden.

Das Corporate Blog als reiner Werbekanal funktioniert nicht auf Dauer. Niemand will immer wiederkommen auf ein Firmen-Blog, um sich die neuesten Werbespots oder langweilige Whitepaper herunterzuladen, wenn sie nicht einen echten Mehrwert bringen.

Ein Blog lebt vom Austausch zwischen Autor und Lesern, zwische Bloggern mit ähnlichen Interessen und von Diskussionen und Links zu weiteren Blogs. Wer sein Blog als Traffic-Senke ansieht, hat das Konzept des Bloggens nicht verstanden. Blogs sind Wegweiser und Raststationen auf der Reise durch ein weites Netz aus Informationen zu allen erdenklichen Themen. Man führt Leser zu interessanten Informationen und erarbeitet sich auch dadurch einen Ruf als lohnenswerte Anlaufstelle.

Leider erlebe ich das auch immer wieder, dass Blogger, bei denen ich kommentiere, jeden Link oder Backlink aus den Kommentaren revidieren, aber den Kommentar dennoch veröffentlichen, weil er ihnen als sinnvolles Schmuckwerk für ihr Blog erscheint. Ich rede jetzt nicht von Artikeln, die Werbung für Kontolino! machen sollen, sondern von Diskussionsbeiträgen zu Themen im Kontext der Buchhaltung oder der Steuern. Da wird mein Input gerne genommen, ein Link auf einen unserer Artikel oder unsere Webseite aber eben mal schnell herausgelöscht.

Dazu kann ich nur sagen: das ist nicht nur unfair, sondern kontraproduktiv. Ich werde auf diesen Blogs nicht mehr kommentieren, keinen Beitrag mehr leisten und sicher auch mit weniger Lust oder eben gar nichts mehr dort lesen oder gar verlinken. Damit tun wir uns gegenseitig keinen Gefallen und machen das Medium Blog kaputt. So einfach ist das.