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um 12:11:12

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Steuer

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Neuregelung ab 01.01.2015 zur Behandlung der Umsatzsteuer im Außenhandel

Für den Bereich der Telekommunikationsdienstleistungen, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen und elektronisch erbrachte Dienstleistungen tritt zum 01.01.2015 ein neues Gesetz in Kraft, das die Behandlung der Umsatzsteuer neu regelt. In Zukunft ist der Ort des Leistungsempfängers ausschlaggebend und nicht mehr der Ort des Leistungserbringers, d.h.

Ab dem 1. Januar 2015 werden Telekommunikationsdienstleistungen, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sowie elektronisch erbrachte Dienstleistungen

immer im Land des Dienstleistungsempfängers besteuert

– unabhängig davon, ob es sich bei dem Dienstleistungsempfänger um ein Unternehmen oder einen Verbraucher handelt

– unabhängig davon, ob der Dienstleistungserbringer seinen Sitz innerhalb oder außerhalb der EU hat.

An einem Beispiel: Bietet ein deutsches Unternehmen im Internet ein e-book an das von einem französchem Privatkunden gekauft wird, dann muss der deutsche Unternehmer in Frankreich die französische Umsatzsteuer bezahlen.

Mehr Beispiele und Informationen findet man auf der Internet-Seite der Europäischen Kommission Steuern und Zollunion.

Das hätte zur Folge, dass jedes Unternehmen, das Telekommunikationsdienstleistungen, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen und elektronisch erbrachte Dienstleistungen in allen EU-Ländern anbietet, sich in jedem EU-Land registrieren lassen müsste, um dort die Umsatzsteuer abführen zu können. Um dies zu vereinfachen gibt es die Möglichkeit sich nur in einem EU-Land zu registrieren über die Anlaufstelle die den Namen „Kleine einzige Anlaufstelle“ (KEA) oder „Mini-one-stop-shop“ trägt. Dann übernimmt diese Anlaufstelle die Weiterüberweisung der angefallenen Umsatzsteuer zwischen den EU-Ländern. Für die Registrierung gibt es einen eigenen Leitfaden von der Europäischen Kommission Steuern und Zollunion.

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