Anlagenbuchhaltung, Anlagespiegel, Abschreibungen, GWG

Fast jeder Unternehmer benötigt für sein Gewerbe so genannte Anlagegüter. Darunter versteht man Wirtschaftsgüter, die über einen längeren Zeitraum (meist mehrere Jahre) im Unternehmen genutzt werden sollen.Dabei gilt aus buchhalterischer und steuerlicher Sicht nicht nur die voraussichtliche Nutzungsdauer eines Wirtschaftsguts als Kriterium, sondern auch der Wert des Anlageguts. So stellt ein Bürolocher, der zwar 20 Jahre genutzt werden kann, aber eben selbst in sehr stabiler Bauform vielleicht 60 Euro kostet, nicht als Anlagegut.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Die Finanzverwaltung teilt Wirtschaftsgüter in so genannte Geringwertieg Wirtschaftsgüter und Anlagegüter ein. Geringwertige Wirtschaftsgüter können durchaus mehrere Jahre in Gebrauch sein, sind aber in der Anschaffung bzw. Herstellung nicht teuer.

So gibt es für die geringwertigen Wirtschaftsgüter 2 Möglichkeiten, diese als Betriebsausgaben anzusetzen:

  • Direkte Absetzung aller Wirtschaftsgüter zwischen 150 und 410 € netto
  • „Sammelposten-Methode“: Absetzung aller in einem Jahr angeschafften Wirtschaftsgüter zu einem Nettopreis zwischen 150 und 1000 €  über 5 Jahre hinweg (20% der Anschaffungskosten pro Jahr)

Ein Unternehmer kann für jedes Jahr neu entscheiden, welche der beiden Methoden er zur Behandlung seiner GWG er nutzen möchte. Dann allerdings müssen sämtliche in diesem Jahr angeschafften GWG nach dieser Methode behandelt werden

Anlagegüter

Je nach gewählter Regelung für Geringwertige Wirtschaftsgüter liegt die Grenze, ab wann ein angeschafftes Wirtschaftsgut als Anglagegut gilt, also bei 410,01 € bzw. 1000,01 € Herstellungs- oder Beschaffungskosten (ohen Mehrwertsteuer).

Die Finanzverwaltung gibt eine so genannte AfA-Tabelle heraus, in der die „betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer“ von Anlagegütern zusammengetragen wurde. Diese Nutzungsdauer ist die Anzahl Jahre, die eine Maschine, Fahrzeug oder sonstiges Gut in der Regel in einem Unternehmen genutzt werden kann, und über die die Anschaffungskosten verteilt werden. Ein Unternehmer kann von dieser „betriebsgewöhnlichen“ Nutzungsdauer abweichen, z.B., wenn eine Maschine in seinem Unternehmen besonders intensiv genutzt wird, muss das aber ggf. gut begründen.

Anlagenbuchhaltung

Mit dem Jahresabschluss verlangt das Finanzamt auch eine Aufstellung der Anlagegüter, sowie den gesonderten Ausweis der Abschreibungen zu einzelnen Wirtschaftsgütern bzw. den GWGs. Deswegen muss ein Unternehmer seine Anlagegüter verwalten und ein Verzeichnis seiner Anlagegüter führen.

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