Lesetipps für Selbstbucher

und Leute, die es werden möchten

Niemand wird als Buchhalter geboren. Und das ist auch gar nicht notwendig, denn es gibt eine ganze Menge guter Bücher zum Thema Buchhaltung und Jahresabschluß, mit denen man sich auch als Laie an das Thema nähern kann.

Hier haben wir Ihnen ein paar Bücher zusammengestellt, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben, und die Ihnen bei der Einarbeitung in die Buchführung behiflich sind, und die auch für Laien gut verständlich sind.

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BuchenLernen: Die App als Buch!

von Hans-Peter Rühl

Hans-Peter Rühl hat sich inzwischen einen Namen als Coach und Berater in Sachen Buchhaltung und Kostenrechnung gemacht. Neben einem Podcast zum Thema BuchenLernen und einer iPhone-App mit anschaulichen Erklärungen, Schaubildern und Quizfragen gibt es das ganze eben nun auch als Buch, das sehr verständlich und ausführlich auch Laien ohne Buchhaltungs-Wissen abholt und sie in die Zusammenhänge und Logik der doppelten Buchführung einführt.

Rühl legt in diesem Buch vor allem Wert darauf, dass seine Leser verstehen, wie Buchhaltung funktioniert, ohne auf konkrete Kontenrahmen einzugehen. Hier steht das Grundverständnis für Buchhaltung und die Bilanzierung absolut im Vordergrund. Und diesem Anspruch wird dieses Buch absolut gerecht, auch bei wenig Vorkenntnissen des Lesers.

Buchführung und Bilanzierung für Dummies

von Michael Griga und Raimund Krauleidis

Die „Für Dummies“ – Serie ist bekannt für ihre leichtfüßige Art, interessierte Leser in ein ihnen ganz neues Gebiet einzuführen. Dieser Band ist – übrigens keine Übersetzung aus dem Amerikanischen, sondern auf Deutsch geschrieben – ein sehr gut verständlicher Rundflug über die Themen

  • Doppelte Buchführung
  • Jahresabschluss – EÜR und Bilanz
  • Abschreibungen, Inventar etc.

Dabei gehen die Autoren vor allem darauf ein, wozu das ganze da ist, anstatt nur eine trockene Ansammlung von Fakten und Paragrafen herunter zu leiern.

Wer mit der manchmal doch sehr lockeren (mitunter gar bemüht lustigen) Grundton der Dummies-Serie zurecht kommt, und einen gut verständlichen Einblick in das Thema Buchhaltung und Jahresabschluss sucht, ist mit diesem Bestseller bestens bedient. Wer es lieber akademischer und ernsthaft mag, sollte die folgenden Vorschläge durchgehen.

Industrielles Rechnungswesen

Siegfried Schmolke, Wolf-Dieter Rückwart, Manfred Deitermann
„Der Schmolke“ ist einer der absoluten Klassiker in der Berufsschule, an Fachhochschulen und an der Dualen Hochschule, an der der Schreiber dieser Zeilen seine ersten Gehversuche in Buchführung und Rechnungswesen gemacht hat. Das Buch geht ausschliesslich auf den Industriekontenrahmen ein, was jedoch ganz und gar kein Nachteil ist, denn dieser ist sehr übersichtlich und beileibe nicht nur für Industrieunternehmen geeignet.

Mit vielen übersichtlichen Schaubildern, geduldigen und ausführlichen Texten wird so praktisch jeder in der Praxis relevante Fall eines Unternehmens beleuchtet und erklärt. Beispiele mit konkreten Buchungssätzen ergänzen das ganze. Und wem das noch immer nicht genug ist, der kann sich noch ein Aufgaben- sowie ein Lösungsbuch dazu kaufen.

Aber auch ohne diese Begleitbücher ist der Schmolke eine vollständige, gut verständliche und aufgrund der Ziegruppe hervorragend auch zum Selbststudium geeignetes Buch für angehende Selbstbucher. Auch als Nachschlagewerk zu Kontierungsfragen bestens geeignet!

Richtig Kontieren von A-Z: Das Kontierungslexikon für die Praxis nach DATEV, IKR, BGA

Elmar Goldstein

In diesem Buch finden Sie keine Einführung in die Buchhaltung oder den Jahresabschluss. Vielmehr ist dieses Buch als Nachschlagewerk für alle Fragen rund um die Behandlung und Verbuchung von Geschäftsfällen in den wichtigsten Kontenrahmen gedacht.

Nach einem Textteil, in dem die wichtigsten Themenkomplexe im buchhalterischen Alltag erläutert werden, folgt eine sehr ausführliche tabellarische Übersicht, in der hunderte oder gar tausende Geschäftsfälle (z.B. „Firmen Kfz – private Nutzung“) aufgeführt und die dazu zu bebuchenden Konten genannt werden. Danach sind alle behandelten Kontenrahmen nochmals komplett aufgelistet. Damit ist das Buch ein sehr ausführliches Nachschlagewerk, das bei der Recherche nach dem richtigen Buchungssatz zu einem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln hilft.

In Haufe-typischer Manier stecken in diesem Buch leider immer wieder Fehler und Ungereimtheiten. So werden im Textteil Konten genannt, die dann hinten im Kontenrahmen gar nicht auftauchen, oder für ein und denselben Geschäftsvorfall werden im Textteil andere Konten angegeben als in der Tabellarischen Übersicht. Bei einem so umfangreichen Katalog an Geschäftsfällen ist das aber noch im tolerablen Rahmen.

Die beiliegende CD kann aus meiner Sicht getrost im Buch verbleiben. Die meisten Softwarebeigaben sind ziemlich uninteressant und auf einem unserer Entwicklungsrechner hat die Installation eine Umgebungsvariable verbogen, die die Arbeit mit dem Elster-Programm vom Finanzamt störte (für Laien eher schwer zu finden). Dem Nutzwert des Buches tut das aber keinen Abbruch. Und letztlich gibt es zumindest eine kleine Hilfe auf dem CD: ein etwas sperriges Programm, in dem man die Stichworte, die im Buch aufgeführt sind, auch am Rechner durchsuchen kann. Mir ist da das Nachschlagen im Buch lieber.

Sieht man von der unnötigen CD ab und traut sich zu, einen Zahlendreher in einer Kontonummer durch mitdenken zu kompensieren, ist „Richtig Kontieren“ eine wertvolle Hilfe im Buchhaltungsalltag und leistet auch erfahreneren Selbstbuchern gute Dienste. Bei uns jedenfalls war es lange Zeit eine häufig aus dem Schrank gezogene Referenz für alle Fälle.

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